Andachten

Was macht einen guten Hirten aus? – Am(ge)dacht im Mai

Auf dem Fahrrad habe ich die schönsten Erlebnisse. Wenn ich zur Arbeit fahre, treffe ich zum Beispiel regelmäßig eine sympathische Hunde-Katzencombo – ein Pärchen, das mit Kind, zwei Hunden und einer Katze (!) spazieren geht. Auch die anderen Hundebesitzerinnen und -besitzer grüßen mich inzwischen freundlich, besonders seit letztens meine Klingel kaputt war und ich laut „Klingelingeling“-rufend durch die Gegend fuhr. Einmal habe ich einer Blindschleiche über die Straße geholfen; ein anderes Mal bin ich nachts lauter Babyfröschen ausgewichen, die dringend den Radweg queren mussten. Gelegentlich knurre ich auch laut und gefährlich, wenn mich mal wieder ein kleiner unangeleinter Kläffer anfallen will. Besonders schön aber sind die kleinen Lämmchen, an denen ich jetzt im Frühjahr vorbeifahre. Auf der Weide gibt es einen kleinen Hügel. Und da hüpfen die Kleinen hoch und runter. Sofort ist augenfällig, warum Bockspringen Bockspringen heißt. Wirklich entzückend.

„Das Beste kommt erst noch“ – An(ge)dacht im März

In Brownstown (Michigan) redeten die Menschen noch lange über jene seltsame Beerdigung. Anders als bei uns üblich, werden in den USA die Särge beim Trauergottesdienst noch offen gelassen. Als die Trauergäste der Verstorbenen die letzte Ehre erweisen wollten und an ihren Sarg traten, staunten sie nicht schlecht: Dort sahen sie eine Gabel in der rechten Hand dieser Frau. Und das kam so:

Ein Leben für Frieden trotz Grenzen – An(ge)dacht im März

Am 1. März haben wir an vielen Orten einen Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen gefeiert. Er wurde von christlichen Frauen aus Palästina vorbereitet. Ein spannendes Projekt unter dem Motto „…durch das Band des Friedens“! Es wurde viel diskutiert, ob es angesichts des Anschlags durch die Hamas überhaupt angebracht ist, Palästinensern durch den Weltgebetstag eine weltweite „Bühne“ zu geben. Ich möchte hier keine politische, sondern eine biblische Antwort versuchen. Im Psalm 147,14 heißt es: „Er (Gott) schafft deinen Grenzen Frieden“ (Lutherübersetzung) Ja, es gibt Grenzen in unser aller Leben: sichtbare und unsichtbare. Jeder von uns muss mit seinen Grenzen leben.

Zur Besinnung kommen – An(ge)dacht im Februar

Die Wochen zwischen Aschermittwoch und Karsamstag laden uns dazu ein, zur Besinnung zu kommen. Wir können, durch bewusstes Verzichten oder Tun, unserem Leben neue Impulse geben. Die Losung des Jahres 2024 lautet „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.“ (1. Korinther 16,14) und kann dabei helfen. Der achtsame Umgang mit unseren Mitmenschen, mit der uns anvertrauten Tier- und Pflanzenwelt, mit unseren Stärken und Schwächen kann zu einem anderen Lebensstil führen. So trägt etwa die Aktion der Initiative „Andere Zeiten“ für die Fastenzeit den Titel „Wandeln“. Oder es wird ein Fasten für Klimaschutz- und Klimagerechtigkeit unter dem Titel „So viel du brauchst“ (klimafasten.de) vorgeschlagen. Für jede Woche werden andere Handlungsfelder in den Blick gerückt.

Echt stark! - Gedanken anlässlich des Weltkrebstages – An(ge)dacht im Februar

Ich bin Seelsorger im Krankenhaus und lerne dort jeden Tag Menschen und ihre Geschichte kennen. Ich höre gerne zu, wenn Patientinnen und Patienten erzählen, was sie gerade beschäftigt. Das kann alles Mögliche sein. Immer wieder sind auch Menschen dabei, die mit einer Krebserkrankung leben müssen. Manchmal bin ich echt erstaunt darüber, wie sie mit ihrer Krankheit umgehen. „Es bringt doch nichts, den Kopf in den Sand zu stecken“, sagt mir eine Frau, „außerdem habe ich immer noch meinen Humor“. Das finde ich stark. Eine andere Patientin ist erst ziemlich geknickt, weil ihre Operation nicht so geglückt ist, wie sie gehofft hatte. Am nächsten Tag sitzt sie auf dem Bettrand, trinkt Tee aus ihrer selbst mitgebrachten Teetasse und plant, wie es weitergehen kann. Toll, was sie für eine Energie hat.

Junger Wein gehört in neue Schläuche – An(ge)dacht im Januar

Manchmal ärgere ich mich über unpassende Verpackung. Das betrifft meist die Füllmenge. Eine unverhältnismäßig große Verpackung verlockt zum Kaufen. Die enthaltene Menge ist dann manchmal enttäuschend gering. Immer häufiger werden solche Missverhältnisse enttarnt und öffentlich kritisiert.

Estragon und Kumquat – An(ge)dacht in der Weihnachtszeit

In dieser Woche wurde im Fernsehen die finale Folge der Kochsendung „The Taste“ ausgestrahlt. In dieser müssen Kandidatinnen und Kandidaten auf einem Löffel ein möglichst schmackhaftes Gericht zubereiten. Bei der entscheidenden Verkostung sagte einer der Juroren sinngemäß: „Für mich steht der Siegerlöffel fest. Dieser hat mich so überrascht und fasziniert. Die Kombination aus Estragon und Kumquat war mir völlig neu, ist aber absolut grandios! Das muss ich mir merken.“ Was Kumquat ist, musste ich erstmal googlen und nachlesen.

"Trost finden wir Menschen in den kleinen Gesten" – An(ge)dacht im Dezember

Fromm und gottesfürchtig ist Simeon. Er lebt in Jerusalem und wartet auf den Trost Israels. Gottes Geist führt ihn zum Tempel. Dort nimmt er Jesus in die Arme und lobt Gott. Simeon glaubt, den Retter Israels und das Licht der Welt gesehen zu haben. Getröstet werden von Gott, dass wünschen sich Menschen zu allen Zeiten. (Lukas 2,25-32).

Die Welt ist kaputt – An(ge)dacht im Dezember

Die Welt ist kaputt. Die Welt hat Krieg. An so vielen Orten wird gekämpft. So viele Menschen sind mit anderen Menschen verfeindet. Die Nachrichten sind zu kurz, um alle Kampfherde zu benennen. Unsere Seele ist zu klein, um alle diese Nachrichten aufnehmen zu können. Wenn ich auch nur versuche, eine dieser Geschichten politisch und emotional zu durchdringen, komme ich an meine Grenzen. Und täglich kommen neue Bilder und Nachrichten dazu. Ungeschützt prallen sie auf meine Netzhaut, dringen sie in mein Ohr, poltern durch die Atemwege in den Bauch hinein. Und fressen sich weiter durch das Herz in die Seele.

Gründe zum Danken gibt es genug – An(ge)dacht im Herbst

Brötchenduft zieht durch unser Auto und die Tüte mit den gerade gekauften Süßigkeiten liegt im Kofferraum. Die Sonne scheint und wir waren nach unserem Ausflug auf den Minigolfplatz noch schnell im Supermarkt und beim Bäcker. „Wir haben ein richtig gutes Leben!“, sprudelt es aus meinem Kind heraus. Und ich stimme aus tiefstem Herzen zu. „Ja, wir haben es richtig gut.“ Im Nachhinein fallen mir immer mehr Dinge ein, für die ich dankbar bin: die schönen Stunden auf dem Minigolfplatz, natürlich die Brötchen und die Süßigkeiten, aber auch, dass wir ein Auto haben und einfach einen Ausflug machen können. Ich bin dankbar dafür, dass mein Kind mit mir Zeit verbringen möchte und ich mir die Zeit nehmen kann. Und ich bin dankbar für diesen Augenblick der geteilten Freude.

"Mit Gottes Hilfe geht es weiter" – An(ge)dacht im September

Unsere Tochter hat mir mit Loop-Gummibändchen eine regenbogenfarbene Halskette gebastelt, die ich nun bereits seit einigen Wochen trage. Der Anblick löst bei manchen Begegnungen direkt gute Laune aus. Oder interessierte Nachfragen. Der Regenbogen erinnert mich an Frieden und Menschenrechte.

Leichtes Gepäck – An(ge)dacht im August

Das Ende der Sommerferien ist die Zeit der Anfänge. In den Kindergärten starten viele Kleine in das neue Kindergartenjahr. In den Grundschulen durften wir die Erstklässler begrüßen. Unsere neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden beginnen in den Gemeinden mit der Konfizeit. Wer zu Neuem aufbricht, rüstet sich aus. Und so gehört es in den Sommerferien dazu, die Ausstattung zu besorgen und die Rucksäcke zu packen. Manchmal ist das Gepäck schwer. Unter der Last mancher „Tonne“ wird geächzt. „7,2 Kilogramm“, stöhnt mein Sohn, der mit der Schultasche auf der Waage steht. Nicht nur Bücher, sondern auch Sorgen sind im Gepäck. Am liebsten würde ich mir den Tornister manchmal selbst aufschnallen und tragen helfen.

Durstlöscher – An(ge)dacht im Sommer

Es gibt Geräusche, die klingen für mich nach Verheißung. Nach einem Versprechen, dessen Erfüllung noch aussteht. Bei meinen Großeltern beispielsweise konnte ich das spezielle Knarzen der Schranktür, hinter der sich die Süßigkeiten verbargen, von allen anderen unterscheiden. Und ich konnte mich stets darauf verlassen: Wenn ich dieses Knarzen hörte, würden wenig später Oma oder Opa mit einer Kleinigkeit für mich um die Ecke biegen. Die Verheißung wurde erfüllt.

Kirche als Ort für Gemeinschaft – An(ge)dacht im Sommer

In den vergangenen Wochen wurden im Kirchenkreis Hagen zwei große Tauffeste gefeiert, eins in der Lydia-Kirchengemeinde, eins im so genannten Kooperationsraum EN-Nord. Bei letzterem konnte ich mit dabei sein, den Gottesdienst mitgestalten und selbst Menschen taufen. Ich habe es als etwas Mutmachendes empfunden, dass sich so viele Eltern dafür entschieden hatten, ihre ganz kleinen Kinder taufen zu lassen, dass so viele Kinder getauft werden wollten und selbst „Ja“ zu ihrer Taufe gesagt haben. Und auch einige Erwachsene wurden getauft.

Eine Hosentasche voller Poesie – An(ge)dacht

Poesie ist eine große Kunst. Sie schafft es, mit wenigen Worten von einer großen Sache zu erzählen. Und das einfach nur, weil die richtigen Worte in einer neuen, überraschenden Weise aneinandergereiht wurden. Mehr noch: Wenn ich ein Gedicht lese – oder ein Bild betrachte oder eine Musik höre – kann es passieren, dass ich wie hineingesogen werde in einen Raum voller neuer Gedanken und Gefühle. Etwas, was bis dahin undenkbar schien, nimmt plötzlich Gestalt an. Poesie vermag etwas auszudrücken, was größer ist als ich selbst, ja vielleicht sogar, was größer ist als alles, was je gedacht worden ist. Wer das kann, ist eine Künstlerin.

ÜberWunden – An(ge)dacht im April

„Wunden sind meist stumm, doch wenn sie sprechen, klingen sie schrecklich.“ Mit diesem Satz beginnt ein Kommentar in der Süddeutschen Zeitung über das verheerende Erdbeben in der Türkei (SZ vom 18./19.3.23). Natürlich können Wunden selbst nicht sprechen. Aber Verwundete tun es. Oder sie tun es nicht. Beides ist schrecklich und schwer zu ertragen. Das laute Leid der Menschen, herausgeschrien und nicht zu überhören. Und das stumme Leid, wenn die Grausamkeit, die erlittene Not einem Menschen die Sprache verschlägt.

Gottes Liebe vertrauen - Koalitionen bilden – An(ge)dacht im März

Mit Beginn des März liegen noch fünf Wochen liegen zwischen uns und dem Osterfest. Die nasskalten und dunklen Tage liegen bald hinter uns. Das Frühjahr wird unsere Sehnsucht nach Wärme und Licht erfüllen. Schon längst füllen Ostereier und -hasen die Regale. Wir sind satt, bevor der Hunger nach Leben und die Hoffnung auf Auferstehung in uns wachsen können. Ständig neue Krisen lähmen und erschöpfen uns.

An(ge)dacht im Februar – Der Umgang mit Krebs ist ein Auftrag für die Kirche

Eine Krebsdiagnose verändert von einem zum anderen Tag das Leben. Auch, wenn es heute nicht einem Todesurteil gleichkommt, da viele Krebsarten geheilt oder zumindest behandelt werden können. Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Das diesjährige Motto lautet: „Close the care gap“ – das meint: „Schließt die Versorgungslücken.“ Der Pariser Weltgipfel gegen Krebs am 4. Februar 2000 war die Geburtsstunde dieses Tages.

Aufbrüche wagen – An(ge)dacht im Januar

Am 6. Januar ist Epiphanias, ein Fest, das in der evangelischen Kirche recht wenig Beachtung findet. Das Evangelium, das zu diesem Fest gehört, ist uns hingegen sehr präsent. Es ist die Geschichte von den drei Weisen aus dem Morgenland. Ausgangspunkt dieser Geschichte ist Jesu Geburt im Stall von Bethlehem. Dorthin brechen die Weisen auf. In nur einem Evangelium wird davon berichtet, so, wie die klassische Geburtsgeschichte ja auch nur in einem der Evangelien zu finden ist.

An(ge)dacht – Im Finstern leuchtet ein Stern

Eine der Weihnachtskarten auf meinem Schreibtisch beginnt sinngemäß mit den Worten: „Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen ist, aber für mich war diese Entdeckung neu: Im Finstern ist ein Stern verborgen.“ Ehrlich gesagt, auch ich habe das vorher noch nicht gewusst oder es ist mir nicht richtig aufgefallen. Im Wort Finstern steckt ein Stückchen Licht, leuchtet ein Stern. Die Nacht und die Dunkelheiten dieser Welt sind nicht endlos. Was für eine wichtige Botschaft zu Weihnachten in diesem Jahr. Herzlichen Dank an den Schreiber dieser Weihnachtskarte für den Hinweis!

Zweieinhalb Gedanken zu Advent und Weihnachten – An(ge)dacht im Dezember

„Du! Leuchte!“ So steht es dick und fett auf den Plakaten mit der diesjährigen Advents- und Weihnachtsbotschaft von evangelischer und katholischer Kirche im Raum Hagen. Wer etwas genauer hinsieht, erkennt noch einen zweiten Satz: „Leuchte du uns voran, bis wir dort sind / Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind.“

"Halten wir uns an Jesus, der die Wahrheit verkörpert" – An(ge)dacht im November

Pfarrer Hanchrist Grote beschäftigt sich in seiner Anacht mit dem Monatsspruch für den November: „Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen!“ Jesaja 5,20

„Wir sind Geschöpfe und nicht die Herren der Welt“ – An(ge)dacht im Herbst

Vor einigen Jahren habe ich im Allgäu einen Almabtrieb miterlebt. Das ist ein fröhliches und farbenfrohes Spektakel. Almabtrieb, da denkt man an Folklore und regionales Brauchtum. Mir jedenfalls kam damals nicht für eine Sekunde der Gedanke, dass dieser Brauch einen tiefreligiösen Ursprung hat. Der festliche Umzug ist nichts anderes als eine Prozession zum Erntedankfest, wenn der Almsommer ohne schwere Unfälle für Mensch und Tier zu Ende gegangen ist.

Weitblick in die Welt – An(ge)dacht im September

Wussten Sie, dass am 4. September der Tag des Hochhauses ist? Ich wusste es bis vor einigen Tagen nicht. Dann kam die Idee für diesen Beitrag – verbunden mit der Aussage zum 12. Sonntag nach Trinitatis: „Gott kann Augen und Ohren öffnen – für sein Wort und den Blick in die Welt.“ Blick in die Welt – wenn das kein passender kirchlicher Ansatz zum Thema Hochhaus ist, dann weiß ich es nicht!

Schon Abraham folgte seinem Fernweh – An(ge)dacht im Sommer

Liebe Leserin, lieber Leser, es sind Ferien! Einiges läuft hier bei uns daheim „auf Sparflamme“, weil viele im Urlaub sind. Die „schönsten Wochen des Jahres“ verbringen etliche Zeitgenossen nicht zuhause, sondern gern woanders, möglichst weit weg. Wer es sich leisten kann, mach eine Urlaubsreise.

Für Gerechtigkeit und Frieden stark machen – An(ge)dacht im Juni

Wir gehen auf den Sommer zu, eine Jahreszeit, die in der Regel von einer gewissen Leichtigkeit geprägt ist. Wir freuen uns auf Treffen mit Bekannten, einen Grillabend mit Freunden. Für viele steht jetzt ein Urlaub vor der Tür. Und auch wenn die Pandemie noch nicht vorbei ist, genießen wir doch alle die Möglichkeiten, die es jetzt wieder gibt. Ja, es könnte alles so schön sein!

Mensch, beherrsch dich! – An(ge)dacht im Frühjahr

Die Wochen vor Ostern laden uns zum Nachdenken ein. Zum Beispiel darüber, was wir Menschen uns wünschen und wie wir miteinander umgehen. Dabei können wir von Jesus lernen. Wir Menschen wünschen uns, wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden. Und so bitten zwei Jünger Jesus darum, dass sie im Himmel rechts und links neben ihm sitzen dürfen. Jesus weist diese Bitte zurück. Wer neben ihm sitzen wird, das wird von Gott bestimmt. Und so werden die Jünger darauf hingewiesen, dass menschliche Macht und Herrschaft immer nur von Gott eingeräumt und gewährt ist.

An(ge)dacht im März – Willkommen in der Herzens-Aufräumzeit

Der Februar geht in diesem Jahr mit Karneval zu Ende. Haben Sie gefeiert? Sicher nicht mit großen Umzügen und Sitzungen, die auch in diesem Jahr ausfallen mussten. Aber vielleicht ja doch verkleidet, mit Luftschlangen und Spaß im kleinen Kreis!?

An(ge)dacht im Feburar – „Nähe auch auf Distanz spüren“

Kennen Sie Adam King? Nicht? Sollten Sie aber. Adam King ist kürzlich, am Weltknuddeltag, zur „Most huggable person of 2022“ gekürt worden, frei übersetzt zur umarmungswertesten Person des Jahres. Der Pastor Kevin Zaborney hat den „Weltknuddeltag“ 1986 erfunden, weil einvernehmliche positive Berührungen, wie zum Beispiel Umarmungen, gesund sind. Den „Hug Day“ hat er auf den 21. Januar gelegt, genau in der Mitte zwischen dem Fest der Liebe, Weihnachten, und dem Festtag der Liebenden, dem Valentinstag.

An(ge)dacht im Januar – Die Welt braucht die Botschaft der Versöhnung

Liebe Leserin und lieber Leser, wenn Sie diese Zeilen vor Augen haben, da hat das neue Jahr schon begonnen. Das Weihnachtsfest liegt hinter uns, und vor uns liegt wieder eine scheinbar etwas bröckelige Zukunft. Jede und jeder von uns hätte es sich so sehr gewünscht: Endlich ein Leben ohne ständige Sorgen um Ansteckung und Gesundheit, ohne Einschränkungen und ständigen Vorsichtsmaßnahmen. Doch dieses Leben lässt auf sich warten.

Die Dunkelheit verschwindet nicht – aber es wird heller – An(ge)dacht

Die Andacht für den Dezember hat Karen Koers, Gemeinderpfarrerin der Evangelischen Lydia-Kirchengemeinde, geschrieben: Nachts kann sie nicht mehr gut schlafen. Zu schwer ist der große Bauch geworden. Das Baby tritt und dreht sich und scheint weit weniger Ruhe zu brauchen als sie selbst. Sie hört Josef neben sich leise schnarchen. „Wie soll das werden?“, fragt sie sich

Jedes Leben zählt – An(ge)dacht im November

Im November gedenken wir unserer Toten. An Allerseelen nach katholischer Tradition und am Ewigkeitssonntag nach evangelischer Tradition. Wir tun das, weil wir als Christenmenschen überzeugt sind: Every life matters. Gott hat jedes Menschenleben ins Dasein und beim Namen gerufen. Hinter jedem Namen steht ein ganzes gelebtes Leben. Ein Mensch, der gekämpft und gelacht hat. Eine Person, die andere unterstützt hat; die geliebt hat und geliebt wurde und die irgendwo oder für irgendwen den Unterschied gemacht hat.

– An(ge)dacht im Oktober

Pfarrerin Susanne Weiling beschäftigt sich in ihrem "An(ge)dacht" mit dem Monatsspruch Oktober: Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken (Hebräer 10,24).

Sicherer Stand hängt auch an der inneren Haltung – An(ge)dacht im September

Pfarrerin Leska Meyer beschäftigt sich in der Andacht für den September mit folgendem Bibelvers: „Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einem Stein stoßest.“

„Es gibt keinen Tag, an dem wir von Gott allein gelassen werden“ – Angedacht im August

Der August ist eigentlich kein besonders feierlicher Monat. Zumindest ist er extrem arm an besonderen kirchlichen oder staatlichen Feiertagen. Und trotzdem: wer Grund zum Feiern sucht, wird natürlich auch in diesem Monat fündig.

Kinder und Jugendliche haben Ferien mehr verdient als je zuvor! – An(ge)dacht im Juli

Liebe Leserin und lieber Leser, im Juli starten bei uns die Sommerferien. Selten war die Vorfreude so groß: endlich wieder reisen, in den Urlaub fahren ohne (oder mit wenigen) Einschränkungen. So empfinden gerade viele, ich auch!

In der Bibel wimmelt es von bunter Vielfalt – Aus aktuellem Anlass

Die Entscheidung der UEFA, dass die Allianz-Arena in München bei dem EM-Fußballspiel Ungarn gegen Deutschland nicht in Regenbogenfarben leuchten durfte, hat für viel Protest und zugleich viele kleine und größere Gesten im Sinne der Vielfalt gesorgt. Pfarrer Thorsten Maruschke - Ev. Lydia-Kirchengemeinde - hat dazu eine aktuelle Andacht geschrieben.

Mutmachende Kraft – An(ge)dacht im Juni

Pfarrerin Dörte Godejohann beschäftigt sich in Ihrer Andacht für den Monat Juni mit dem Monatsspruch „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg 5,29)

Tschüss –

Die Feier im Familien- oder Freundeskreis neigt sich dem Ende zu. Es ist Zeit, sich zu verabschieden. Statt „Auf Wiedersehen“, was auch ein völlig schöner und geradezu hoffnungsvoller Abschiedsgruß ist, werfen wir doch meist ein scheinbar lapidares „Tschüss“ in die Runde. Wissen Sie woher dieses kleine Wort stammt und welch‘ tieferer Sinn in ihm liegt?

„An Hoffnungsbotschaft kaum zu übertreffen“ – Angedacht im April

Liebe Leserin, lieber Leser, vielleicht ist Ihnen im Stadtbild oder in Ihrer Gemeinde schon dieses Banner bzw. das Plakat aufgefallen, mit dem wir evangelischen Christinnen und Christen in diesen Tagen die Menschen im Bereich unseres Kirchenkreises zum Osterfest grüßen. Vielleicht ergeht es Ihnen so wie den meisten: Der erste Gedanke beim ersten Hinschauen: Da stimmt doch was nicht?

Wenn Steine schreien –

Pfarrer Thomas Hammermeister-Kruse, Diplom-Sozialwirt sowie Evangelischer Theologe und an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung als Dozent für Ethik und Interkulturelle Kompetenz tätig, schreibt in der Andacht für den März über eine Bibelstelle aus dem Lukas-Evangelium: „Ich sage euch: wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien!“

„Keiner lebt umsonst. Niemand ist vergessen.“ – Andacht im Februar

Pfarrer Martin Schwerdtfeger beschäftigt sich in seiner Andacht mit dem Monatsspruch für den Februar: „Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind (Lukas 10,20)!“

„Menschen vor allem mit Herz betrachten“ – Andacht im Januar

Pfarrerin Karen Koers beschäftigt sich in der Andacht des Monats Januar mit der Jahreslosung: „Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! (Lukas 6,36)“

Die besondere Ruhe – Angedacht im November

Hans-Peter Naumann, Schulpfarrer im Evangelischen Kirchenkreis Hagen beschäftigt sich in seiner Andacht mit der besondere Ruhe des diesjährigen Novembers.

„Ich muss keinen Unterschied machen“ – Angedacht im Oktober

Pfarrer Christoph Gerdom beschäftigt sich in der Andacht für den Monat Oktober mit dem Monatsspruch: „Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht`s euch auch wohl (Jeremia 29, 7).“

"Im Licht der Bibel verlieren Schatten etwas von ihrer Macht" –

Pfarrer Henning Waskönig beschäftigt sich in der Andacht für den Monat September mit dem Monatsspruch: „Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat.“ (2. Brief an die Gemeinde in Korinth 5, 19)

Auf Gott hoffen – an eine Zukunft glauben – und dankbar weitergehen – Angedacht im August

Pfarrerin Leska Meyer beschäftigt sich in der Andacht für den Monat August mit dem Monatsspruch: "Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele (Ps 139,14)."

Corona-Virus zwingt zu neuer Kreativität – Angedacht im Juli

Pfarrer Thorsten Christian Hansen beschäftigt sich in der Andacht für den Monat Juli damit, welchen Einfluss das Maske-Tragen auf die Begegnung mit anderen Menschen hat.

Improvisation – „Leben dort gestalten, wo es in Frage gestellt wird“

Ich bin Pfarrerin. Mein Beruf ist sehr vielseitig. In erster Linie habe ich mit Menschen zu tun. Mit Menschen, die sich in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen befinden. Der Kontakt zu ihnen ist momentan allerdings sehr eingeschränkt.

Mir bleiben fast nur die Aufgaben, die ich vom Schreibtisch aus erledigen kann - allein. Auch privat sehe ich viele Menschen zurzeit selten bis gar nicht. Meine Familie, meine Freunde. Das halte ich nur aus, weil ich weiß, dass mein Verhalten anderen hilft, und dass es gerade allen so geht wie mir...

– „Freu dich - jemand denkt an dich“

Liebe Leser*innen, den folgenden Text hat Pfarrer Thorsten Maruschke als Predigt zu Jesaja 66, 10-14, verfasst und teilt ihn gerne mit Ihnen!

Ich öffne das Paket, das mir der Paketbote gerade mit gebührendem Abstand natürlich überreicht hat. Kein Absender. Nur die Handschrift, die kenne ich irgendwie. Liebevoll in altes Zeitungspapier gewickelt finde ich eine Rolle Klopapier, ein Päckchen Trockenhefe und einen Zettel: „Freu Dich!“, steht darauf, „Jemand denkt an Dich!“

Andacht Zur Corona-Krise – „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit (2. Timotheus 1,7).“

Liebe Menschen im Evangelischen Kirchenkreis Hagen, in der Bibel gibt es viele Texte, die etwas von Endzeitstimmung verbreiten. Ich konnte mich nie so richtig dafür erwärmen. Sie ließen mich stets ein wenig befremdet und ratlos zurück. So fern, dass mich die Dringlichkeit nicht berührte. Und nun sind wir mitten in der Corona-Krise.

„Wenn ich mich wachen Auges umsehe, werde ich merken, dass es fünf vor zwölf ist“ –

Pfarrer Thorsten Maruschke beschäftigt sich in seiner Andacht mit dem Monatsspruch des März`: "Wachet (Mk 13,17)!!"

Einsetzen für die unverlierbare Würde aller Geschöpfe –

Pfarrer Hanchrist Grote beschäftigt sich in der Andacht für den Monat Februar mit dem Monatsspruch: „Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte (1.Korinther 7,23).“

"Wir leben zwischen Gegensätzen" –

Superintendentin Verena Schmidt beschäftigt sich in der Andacht des Monats Januar mit der Jahreslosung: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24)

„Manchmal ist es nicht leicht, das Vertrauen auf Gott zu bewahren“ – An(ge)acht im November

Pfarrer Andreas Koch beschäftigt sich in der Andacht des Monats November mit diesem Text: „Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt (Buch Hiob, Kapitel 19, Vers 25)“.

„Wer Hilfe braucht, soll sie bekommen!“ – An(ge)acht im Oktober

Pfarrer Martin Schwerdtfeger beschäftigt sich in der Andacht des Monats Oktober  mit diesem Text: „Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend - gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben (Tobias 4,8).“

„Verlass dich auf Gott und seine Liebe“ – An(ge)acht im September

Pfarrerin Frauke Hayungs beschäftigt sich in der Andacht des Monats September  mit diesem Text: „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele (Matthäusevangelium 16,26)?“

– An(ge)acht im August

Pfarrer Hanchrist Grote beschäftigt sich in der Andacht des Monats August  mit folgendem Text: „Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe (Matthäus 10,7).“

– An(ge)dacht im Juli

Pfarrer Thorsten Hansen beschäftigt sich in der Andacht des Monats Juli mit dem Motto des Kirchentages: "Was für ein Vertrauen!" (2. Buch der Könige).

– An(ge)dacht im Juni

Pfarrer Harald Schieber beschäftigt sich in der Andacht des Monats Juni mit folgendem Text: „Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder (Sprüche 16,24)."

– An(ge)dacht im Mai

Pfarrer Michael Hoffmann beschäftigt sich in der Andacht des Monats Mai mit folgendem Text: „Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir (2. Samuel, 7, 22).“

– An(ge)dacht im April

Pfarrerin Dörte Godejohann beschäftigt sich in der Andacht des Monats April mit folgendem Text: "Siehe ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt (Matthäus 28,20)."

– An(ge)dacht im März

Pfarrerin Karen Koers beschäftigt sich in der Andacht des Monats März mit folgendem Text: „Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein. (1. Samuel 7,3).“

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