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26. Mai 2024

Preisgekrönte Journalistin liest in Hagen

Zu zwei Lesungen im Juni und Juli lädt das Netzwerk "Interreligiöses Friedensgebet Hagen" in die Stadtbücherei und das Emil-Schumacher-Museum ein. Die jüdische Autorin Mirna Funk kommt am 11. Juni in die Volmestadt. Journalistin Isabel Schayani liest am 3. Juli im Museum.

Die jüdische Autorin Mirna Funk und die preisgekrönte Journalistin Isabel Schayani kommen im Juni bzw. Juli zu Lesungen nach Hagen.

Die jüdische Autorin Mirna Funk liest Dienstag, 11. Juni, aus ihrem Buch „Von Juden lernen“. Im Anschluss an die Lesung, die um 18.30 Uhr beginnt, gibt es die Möglichkeit für Rückfragen und zum Austausch.

Mirna Funk findet: „Vermeintlich klare Unterscheidungen von Gut und Böse haben Konjunktur. Dabei würde uns die gemeinsame Wahrheitssuche, der Austausch, viel mehr helfen, so, wie es jüdische Denktraditionen vorlebten.“ Im jüdischen Streitgespräch stehe der Prozess Wahrheitsfindung, der Austausch, im Vordergrund, so Funk. „Und wenn ich einen Streit nicht führe, um als Gewinner herauszukommen, werde ich durch diesen Dialog mehr Erkenntnisse bekommen.“ So könne man auch jenem dichotomen Denken vorbeugen, das zurzeit so grassiere. Denn in Funks Interpretation des jüdischen Streitgesprächs ist klar: „Ein Mensch, ein Staat, eine Kultur ist niemals nur Unterdrücker oder Unterdrückter, sondern immer beides zugleich.“ Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mit Isabel Schayani ist am Mittwoch, 3. Juli, eine preisgekrönte Journalistin zu Gast im Hagener Emil-Schumacher-Museum. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. In ihrem Buch „Nach Deutschland: Fünf Menschen.

Fünf Wege. Ein Ziel“ berichtet Schayani von fünf verschlungenen Wegen Richtung Deutschland und gewährt uns tiefe Einblicke in das prekäre Leben im Niemandsland zwischen den Grenzen und in den Grauzonen des Asylrechts: Safi schleppt sich im Winter zu Fuß über die Balkanroute. Ruhi fliegt von Teheran zunächst nach Italien. Omid will nach Deutschland und landet dann doch in Calais. Melika steckt in Moria fest. Und Olena hat als Ukrainerin beinahe freie Fahrt. Viele Fluchtrouten durch den Vorderen Orient und Afrika haben Deutschland zum Ziel. Hier soll es Freiheit geben, Schulunterricht und medizinische Versorgung gratis, und Frauen dürfen Sport treiben: Für Menschen, die um ihr Leben rennen oder vor Verelendung fliehen, ist das ein großes Versprechen. Sie lassen ihr vertrautes Leben meist erstaunlich uninformiert hinter sich, mit Kind und ohne Kreditkarte, im freien Fall in eine bessere Zukunft.

Isabel Schayani hat fünf Geflüchtete auf ihren Wegen teils über mehrere Jahre immer wieder getroffen. Sie lässt uns die Schikanen der Schlepper, illegale Reisebüros, Grenzen, Registrierungen, Lager, Anträge und Internierungen aus der Perspektive der Heimatlosen erleben. Im Gespräch mit Verantwortlichen, Experten – und mit den fünf Geflüchteten selbst – sucht sie nach Antworten auf die große Frage: Wie können wir Flucht und Migration menschlicher organisieren? Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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