Drei Kirchenkreise bringen Kirchenpost auf den Weg

Einen Gruß per Brief von ihrer Kirchengemeinde erhalten künftig alle Gemeindeglieder, die sich über die Geburt eines Kindes freuen können, den 18. Geburtstag feiern oder neu in das Gebiet der Gemeinde gezogen sind. Das Projekt Kirchenpost hat der Evangelische Kirchenkreis Hagen gemeinsam mit seinen Nachbarkirchenkreisen Hattingen-Witten und Schwelm auf den Weg gebracht. Die ersten druckfrischen Exemplare der bunt gestalteten Faltkarten landen in den kommenden Tagen in den Briefkästen der Menschen.

Superintendentin Verena Schmidt und Synodalassessor Henning Waskönig zeigen die druckfrische Kirchenpost, deren erste Exemplare in den kommenden Tagen die Menschen erreichen wird. Foto: Kristina Hußmann

„Wir haben uns entschieden, den Mitgliedern unserer Kirche zu Ereignissen zu schreiben, die wir sonst nicht im Blick haben“, erklärt Superintendentin Verena Schmidt. „Es ist für nicht immer leicht, Kontakt zu halten und so sind wichtige Ereignisse wie der 18. Geburtstag ein guter Anlass für unsere Kirchenpost.“

Schon bevor die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im vergangenen Jahr die Studie „Kirche im Umbruch – Projektion 2060“ veröffentlicht hat, in der ein drastischer Rückgang der Gemeindegliederzahlen prognostiziert wird, hat sich der gemeinsame Fundraising-Ausschuss der drei Kirchenkreise mit dem Thema Mitgliederbindung beschäftigt. „Wir wollten und wollen uns nicht einfach damit abfinden, dass die Mitgliederzahlen in unserer Kirche immer weiter schrumpfen“, so Harald Bertermann, Fundraiser im Ev. Kirchenkreis Schwelm. „Und aus diesem Grund haben wir nach Ideen gesucht, wie wir. Gemeindeglieder positiv erreichen und damit vom Verbleib der Kirche überzeugen können“, ergänzt Bertermanns Kollegin Diane Sinter aus dem Ev. Kirchenkreis Hattingen-Witten.

„Ich freue mich immer über persönliche Post im Briefkasten“, sagt Verena Schmidt. „Vor allem Dingen, wenn sie mich positiv überrascht.“ Eine besondere Karte aus dem Urlaub, eine schöne Rückmeldung zu einer Begegnung, ein Glückwunsch zum Geburtstag. Und dann noch von Menschen, von denen sie es nicht erwarte - das seien für sie besonders beglückende Momente, so die Superintendentin, die auf genau diesen Effekt der Kirchenpost setzt. „Und ein bisschen „alte Schule“ kann in Zeiten der Digitalisierung ja auch nicht schaden.“

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