Malerinnen spenden Erlös für die Turmsanierung

Malerinnen spenden Erlös für die Turmsanierung

Malerinnen spenden Erlös für die Turmsanierung

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Malerinnen spenden Erlös für die Turmsanierung

Josi Scholz ist Ärztin. Außerdem leitet sie eine Malgruppe der Suppenküche in Hagen, fertigt nebenbei Marmeladen und Chutneys für ihren Marktstand, an dem sie selbst verkauft, und widmet sich der Malerei – „gerne ganz früh morgens“. Wie das alles in einen Tag mit 24 Stunden, eine Woche mit sieben Tagen passt? „Ich brauche nicht viel Schlaf, und wenn ich nicht schlafe, dann muss ich was tun“, erklärt sie, während sie ein Regal zusammenschraubt. Josi Scholz ist immer in Bewegung. „Wenn man aktiv ist, kann man viel bewirken“, ist sie sich sicher. Auch, wenn es nur kleine Steine sind, die man ins Rollen bringt. Sie stoßen andere an und bald hat man etwas Großes.“

So sieht sie es auch mit Blick auf eine Aktion, die sie mit ihrer Malerkollegin und guten Bekannten Daniele Siebert angestoßen hat. „Kunst trägt den Turm“ heißt das Projekt der beiden, die dafür ihre Bilder im Anbau der Johanniskirche ausgestellt und den Verkaufserlös von fast 2100 Euro für die Sanierung des Turms der Kirche gespendet haben. „Das Geld ist schon überreicht.“

Auf die Idee gekommen sind die beiden Frauen, die ehrenamtlich in der Suppenküche im Einsatz sind, als sie bei der Arbeit in der Einrichtung für bedürftige Menschen von den Problemen rund um den Turm der Kirche gehört haben. „Seit der Flut vor fünf Jahren steht das Team der Suppenküche im engen Kontakt mit dem Team der Stadtkirchengemeinde. In dieser Zeit sind Freundschaften entstanden und so kriegt man natürlich einiges mit.“ Schnell sei die Idee für die Ausstellung geboren und dann auch in die Tat umgesetzt worden. Für fast einen Monat stellten Josi Scholz und Daniele Siebert ihre Bilder im Anbau der Kirche aus. Einige hängen jetzt noch dort und sind auch weiterhin zu verkaufen.

„Wir wissen natürlich, dass unser Beitrag nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein ist“, sagt Josi Scholz. Aber vielleicht könnten sie mit der Aktion etwas anstupsen, das Bewusstsein für die Situation schärfen oder den Mut wecken, selbst etwas beizutragen – so hoffen die beiden. „Jede und jeder kann etwas machen“, ist die Medizinerin überzeugt. „Auch mit vielen kleinen Schritten kann man einen Weg bestreiten.“

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