Konzert zum Orgeljubiläum in Ende

Konzert zum Orgeljubiläum in Ende

Konzert zum Orgeljubiläum in Ende

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Konzert zum Orgeljubiläum in Ende


Die Orgel der Ender Dorfkirche feiert in diesem Jahre 50. Geburtstag. Hans-Peter König, bis 2003 Organist, der die Orgel liebevoll „mein Kind“ nennt, machte das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Ende auf dieses Jubiläum aufmerksam. Doch wie kam die Dorfkirche zu dieser Orgel? Und was genau hat der heute 87-jährige ehemalige Lehrer der Friedrich-Harkort-Schule (FSH) damit zu tun?

Durch seinen damaligen FHS-Kollegen Hubert Schmoll erfuhr Hans-Peter König 1974 von der freien Organisten-Stelle in Ende. Obwohl nur durch Selbststudium erlernt, spielte König zu diesem Zeitpunkt bereits seit Jahren die Orgel der Kirchengemeinde Dortmund-Derne und leitete dort den Kirchenchor. So stellte der damalige Pfarrer Türger König kurzerhand ein: als Organist, Posaunen- und Kirchenchorleiter. Außerdem sollte er sich um die Erneuerung der Orgel kümmern.

Als König sich zum ersten Mal an die alte Ender Orgel setzte, bestätigte sich die Notwendigkeit. Die Klangqualität und die Mechanik seien äußerst schlecht gewesen, erinnert er sich. Nach dem Vergleich der Konzepte verschiedener Orgelbaufirmen, die die Aufgabe zu meistern hatten, eine neue Orgel in das aus dem Jahr 1663 stammende, recht kleine Gehäuse zu bauen, hob sich die Firma Führer hervor. Diese dachte eine platzsparende Doppellade an. König bestand jedoch auf einem Schwellwerk, das es ermöglicht, die Lautstärke zu regulieren. So zeichnete er seine eigene Umsetzungsidee, schickte sie zu Führer, die diese in ihr Konzept einarbeitete.

1976 wurde die Orgel fertiggestellt mit zwei Manualen und Pedal, insgesamt 18 Registern, die König allein nach seinen klanglichen Vorstellungen auswählen konnte. Einige der alten Orgelpfeifen konnten in die neue Orgel integriert werden. Sie wurden wieder klingend gemacht und sind der sichtbare Teil der Orgel (Prospektpfeifen). Die anderen alten Orgelpfeifen „verkaufte“ König beim Weihnachtsbasar 1975 gegen Spenden an Gemeindemitglieder, um die Finanzierung der neuen Orgel zu unterstützen. Seit 50 Jahren erklingt nun diese Orgel jeden Sonntag in der Dorfkirche. Zudem gab es im Laufe der Jahre viele Konzerte.

Das Jubiläum der Orgel wird am 20. September um 17 Uhr mit einem Konzert in der Kirche gefeiert. Dafür reist Kirchenmusikdirektor Prof. Carsten Klomp aus Wertheim an, wo er das Bezirkskantorat innehat. Der gebürtige Herdecker, der ein ehemaliger FHS-Schüler von König ist, war von 1986 bis 1992 Organist der Kirchengemeinde Herdecke. Er ist Komponist und war Professor für Improvisation in Freiburg, ab 2012 Orgelprofessor in Heidelberg. Der Eintritt zum Konzert ist frei, Spenden für die Ender Kirchenmusik sind erwünscht.

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