16/04/2026 0 Kommentare
„Du bist hier gewollt“
„Du bist hier gewollt“
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„Du bist hier gewollt“
Pfarrer Steven Hick ist kein Neuling auf seinem Gebiet. Und auch keiner an seiner Wirkungsstätte. Schon seinen Probedienst hat er in der Verbundpfarrstelle zwischen der Auferstehungskirchengemeinde und der Jakobuskirchengemeinde in Breckerfeld wahrgenommen. Im Sommer 2024 wurde er in die Pfarrstelle gewählt. Am Palmsonntag ist er nun in einem Gottesdienst in der Dahler Dorfkirche von Superintendent Henning Waskönig in diese Stelle eingeführt worden. Eine Einführung nach jahrelanger Wirkungszeit? „Heute wird noch einmal Entscheidendes sichtbar“, so der Superintendent in seiner Ansprache. „Die beiden Kirchengemeinden – im Tal und auf dem Berg – haben sich für dich entschieden. Das war keine Entscheidung aus dem Bauch heraus, sondern ein bewusstes Ja. Diese Entscheidung wurde mit großem Ernst getroffen. Du kannst und darfst das Ja also persönlich nehmen. Du bist hier gewollt.“
Steven Hick, der heute mit seiner Frau Christin (ebenfalls Pfarrerin) und seinen drei Kindern in Breckerfeld lebt, wächst in Kamp-Lintfort auf und kennt Gemeindeleben seit seinen Kinder- und Jugendtagen. „Ehrenamtlich eingestiegen bin ich in der Konfi-Zeit“, blickt er zurück. „Mir hat es Spaß gemacht, im Team zu arbeiten. Später bin ich auch ins Presbyterium gewählt worden.“ Nach dem Abitur 2010 leistet Hick Zivildienst in einer integrativen Grundschule. „Und konnte mir gut vorstellen, auch langfristig an die Schule zu gehen, hatte allerdings einige Wartesemester auf einen Platz an der Uni, und so entwickelt sich eine neue Idee.“ Steven Hick will Pfarrer werden. Diesen Weg schlägt er ein. Sein Theologie-Studium absolviert er in Wuppertal, München und Bochum. An der Uni lernt der Theologe, der sein Vikariat in Lüdenscheid absolviert, auch seine Frau kennen. „Ich bin ihr hinterhergezogen nach Dortmund und auch nach Breckerfeld, wo sie die 1. Pfarrstelle innehat“, so der 35-Jährige.
Hier macht sich Steven Hick vertraut mit der Arbeit in zwei Gemeinden. „Das Besondere daran ist, dass die Gemeinden sich zwar in ihrer Struktur und der Vernetzung vor Ort ähneln“, so der Pfarrer. „Aber natürlich bleiben sie unterschiedliche Gemeinden mit ihren individuellen Geschichten, innerhalb derer in den vergangenen Jahren auch schon viel Veränderung stattgefunden hat.“ Eine stabile Verbindung zu schaffen, sei deshalb zwar herausfordernd, aber ebenso spannend und schön. „An vielen Stellen wächst schon etwas zusammen, zum Beispiel in der Konfi-Arbeit.“ Es sei nicht immer einfach, aber „wir sind in Bewegung.“ In Bewegung ist der 35-Jährige übrigens auch in seiner Freizeit gerne. „Ich genieße es sehr, in der Natur zu sein und zu wandern und dabei mit den Jahreszeiten zu gehen. Das tut auch uns als Familie sehr gut.“
„Du hast dich entschieden, genau hier an diesen beiden Orten deinen pastoralen Dienst zu leisten und die Menschen als Pastor zu begleiten“, so Henning Waskönig. „Das tust du verantwortungsbewusst, mutig und mit viel Leidenschaft für Gottes Verheißungen. Danke für allen Einsatz: für dein Verkündigen, dein Trösten, dein Leiten und dein Gestalten.“
Bildzeile: Pfarrer Steven Hick (Vierter von links) ist in einem Gottesdienst von Superintendent Henning Waskönig (Sechster von links) in der Dahler Dorfkirche offiziell in sein Amt eingeführt worden. Foto: Ev. Auferstehungskirchengemeinde
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