„Die Segel anders setzen“

„Die Segel anders setzen“

„Die Segel anders setzen“

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„Die Segel anders setzen“

Am 17. Januar hat nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der St.-Marien-Kirche der diesjährige Ökumenische Neujahrsempfang im Ratssaal der Stadt Hagen stattgefunden. Dechant Dieter J. Aufenanger hieß die zahlreich erschienenen Haupt- und Ehrenamtlichen aus dem Bereich des Dekanats Hagen-Witten und dem Evangelischen Kirchenkreis Hagen willkommen. Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Dennis Rehbein referierte Pater Dr. Stephan Kessler SJ aus Köln über das Thema „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen. Denkanstöße zu den Transformationsprozessen in den Kirchen.“

Pater Kessler sprach sich in seinem Vortrag dafür aus, in Bezug auf Veränderungen in der Kirche nicht allein Strukturfragen in den Blick zu nehmen, sondern den Fokus auf eine Stärkung der Seelsorge zu legen. Am Beispiel des Gleichnisses der Speisung der Fünftausend, bei der Jesus seine Jünger bat, die vielen Menschen, die zu ihm gekommen waren, in überschaubaren Gruppen zu ungefähr fünfzig Leuten zu lagern (Lk 9,14), verwies der Referent darauf, dass Seelsorge immer ein Beziehungsgeschehen sei und deshalb einen verlässlichen Rahmen benötigte. Großstrukturen seien zwar effizient, aber sie führten meist nicht zu nachhaltigen Veränderungen, da die Menschen dabei nicht wirklich mitgenommen würden.

Bei anstehenden Veränderungen sei ein „Spurwechsel“ in Richtung synodaler Elemente mit verschiedenen Formen der Partizipation vonnöten. Diesbezüglich habe die evangelische Kirche, wie Kessler hervorhob, 500 Jahre Vorsprung. „Aber ich habe die Hoffnung, dass die katholische Kirche hier nachzieht.“ Bei den anstehenden Transformationsprozessen „braucht es die Fähigkeit, konstruktiv miteinander zu diskutieren und andere Meinungen zu akzeptieren.“ Darüber hinaus sei es wichtig, allen Veränderungen auch eine gewisse Gelassenheit entgegenzubringen.

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