„Die dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

„Die dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

„Die dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

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„Die dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

Die Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg – Ein vergessenes Kapitel der Geschichte“ wird am Donnerstag, 7. Mai, um 18 Uhr in der Hagener Stadtbücherei, Springe 1, eröffnet. Die Ausstellung von Recherche International Köln zeigt mit Bildtafeln, Landkarten, Kurzvideos und Audiostationen ein vergessenes Kapitel der Geschichte. Zur Ausstellungseröffnung spricht der senegalesische Historiker und Aktivist Cheikh Djibril Kane mit Serge Palasie, Fachpromotor Entwicklungspolitische Bildungsarbeit Fokus Afrika, über die Bedeutung der Ausstellung für eine andere Sicht auf den Zweiten Weltkrieg. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung zur Ausstellungseröffnung gebeten. Eine Anmeldung ist unter der Kurs-Nr. 1475 auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331.2073622 möglich. Die Ausstellung ist bis zum 3. Juni 2026 in der Stadtbücherei Hagen zu sehen (Öffnungszeiten sind montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr). Der Eintritt ist frei.

Aus der Ausstellungsbeschreibung: Die Ausstellung ist eine Ansage gegen eine eurozentrische Geschichtsschreibung, die erzählt, dass am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg begann. Tatsächlich markiert dieses Datum lediglich den Kriegsbeginn in Europa. Bereits ab 1935 führte die faschistische Regierung Mussolinis mit rund 300.000 Soldaten aus Italien, Libyen, Eritrea und Somaliland einen Vernichtungskrieg gegen Äthiopien. Schließlich setzten die Kolonialmächte England und Frankreich während des Zweiten Weltkriegs mehrere Millionen Soldaten aus Afrika und Indien ein, die entscheidend zum Sieg beitrugen. Darüber hinaus berichtet die Ausstellung über hunderttausende Frauen aus China und Korea, die Opfer sexualisierter Gewalt wurden. Aber auch die „Judenverfolgung außerhalb Europas“ und „Kollaboration von Politikern aus der sogenannten Dritten Welt mit den faschistischen Achsenmächten“ werden thematisiert.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Kooperation zwischen dem AllerWeltHaus, dem Europa-Büro Hagen, dem Hagener Heimatbund, der Stadtbücherei und der VHS Hagen in Kooperation mit FUgE Hamm und Recherche International Köln.

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