21/09/2026 0 Kommentare
Fusion dreier Kirchengemeinden
Fusion dreier Kirchengemeinden
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Fusion dreier Kirchengemeinden
Die ev.-luth. Kirchengemeinde Haspe, die ev.-luth. Paulus- und die ev.-luth. Stadtkirchengemeinde wollen sich zu einer großen Gemeinde zusammenschließen. Darüber haben die Vertreter*innen der drei Gemeinden jetzt bei einem weiteren Infoabend in der Johanniskirche informiert, der stellvertretend für das gesamte Team von Pfarrerin Friederike Schmied-Paroth (Haspe) moderiert wurde. Zurzeit bilden die drei Gemeinden den Kooperationsraum Mitte-West im Evangelischen Kirchenkreis Hagen.
Formal ist der Grundstein gelegt: „Alle drei Presbyterien haben kürzlich den Tendenzbeschluss zur Fusion gefasst. Damit kann das offizielle Verfahren beginnen. Angestrebt wird der Zusammenschluss zu einer neuen, gemeinsamen Kirchengemeinde für Anfang 2028“, erklärt die Pfarrerin. Bereits jetzt arbeiten die drei Kirchengemeinden eng zusammen: Die Gemeindebüros vernetzen sich zunehmend, es gibt ein fest installiertes Dienstgespräch im Kooperationsraum und auch in der kirchlichen Praxis ist man längst zusammen unterwegs. Zum Beispiel bei der gemeinsamen Sommerkirche, für die Pfarrpersonen und Prädikant*innen wechselseitig Gottesdienste an den unterschiedlichen Standorten gestaltet haben.
„In dem Fusionsprozess spielen der Gebäudebestand und die notwendige Reduktion an dieser Stelle eine zentrale Rolle“, so die Theologin. Für mehrere Gebäude im Kooperationsraum sei die Richtung festgelegt: Die Stephanuskirche wird geschlossen und soll verkauft werden. Dazu laufen aktuell bereits Gespräche. „Ebenfalls entschieden ist, dass wir für die evangelische Kirche in Haspe eine Nachnutzungsmöglichkeit suchen werden. Dieser Prozess soll bis 2035 abgeschlossen sein.“ Gleiches gilt für die Markuskirche am Ischeland (ein Enddatum ist hier nicht festgelegt). Das Hasper Gemeindezentrum bleibt erhalten. Hier ist inzwischen mit Mitteln der Klimaschutzpauschale eine Photovoltaikanlage installiert worden und in Betrieb gegangen.
Ein klares Votum gebe es für die Johanniskirche: „Sie soll als Großkirche im Kooperationsraum erhalten bleiben“, so die Pfarrerin. Auch an der Kapelle Zum Guten Hirten auf dem Tücking möchten die Verantwortlichen festhalten. Mit Blick auf Wehringhausen und die dortige Pauluskirche betonen die Beteiligten: „Es muss einen physischen Ort im Stadtteil Wehringhausen geben, an dem die Menschen der Gemeinde zusammenkommen können.“ Das müsse aber nicht zwingend die jetzige Kirche oder das jetzige Gemeindehaus sein.
Mit dem Infoabend haben die Verantwortlichen auch den Startknopf zur Namensfindung für die fusionierte Kirchengemeinde gedrückt. „Vorschläge können bis zum ersten Advent (29. November 2026) eingereicht werden – gerne mit einer kurzen Begründung. Wer mag, schreibt seinen Vorschlag auf Papier und gibt ihn in einer der Gemeinden ab; Namensvorschläge können aber auch online eingereicht werden. Die entsprechenden Links erscheinen in den kommenden Tagen auf den Homepages der Kirchengemeinden“, so Friederike Schmiedt-Paroth. „Die Presbyterien der drei Kirchengemeinden entscheiden gemeinsam über den neuen Namen. Auf die Vorschläge sind wir bereits sehr gespannt.“
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