24/02/2026 0 Kommentare
Abschied von der Christuskirche
Abschied von der Christuskirche
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Abschied von der Christuskirche
Zu einem letzten Gottesdienst hatte die Evangelische Kirchengemeinde Volmarstein für den vergangenen Sonntag in die Christuskirche in Grundschöttel eingeladen. Vor dem Hintergrund der zurückgehenden Gemeindegliederzahlen und der angespannten Finanzsituation hatte das Presbyterium im vergangenen Jahr beschlossen, die Kirche aufzugeben. Am Sonntag ist sie nun entwidmet worden. Für ihre Gottesdienste bleiben der Gemeinde die Dorfkirche in Volmarstein und die Martinskirche (Ev. Stiftung Volmarstein).
Der Abschied von der Christuskirche, der musikalisch vom Posaunenchor Grundschöttel/ Oberwengern und dem Singekreis begleitet wurde, lag vielen Menschen am Herzen. Kaum ein Platz blieb unbesetzt. „Diese Räume hier sind für eine lange Zeit ein Stück Heimat für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gewesen, und diese Kirche war ein Ort für bunte und lebendige Gottesdienste, ein Ort für Gebet, ein Ort für Musik und vieles mehr“, so Pfarrer Martin Streppel. „Davon Abschied zu nehmen, ist ein trauriger Moment.“
Superintendent Henning Waskönig nahm in seiner Predigt Bezug zum Lesungstext des Sonntags (1. Mose 3: Eva und Adam essen vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse) und sagte: „Die Schlange schafft es, dass sich der Blick auf die Wirklichkeit verengt, auf das, was nicht erlaubt ist, auf das Negative. Das ist auch heute hier in der Christuskirche eine große Herausforderung. Dass der Blick sich nicht verengt auf den Schmerz, sondern dass wir wahrnehmen, dass die Wirklichkeit größer ist. Dass es andere Möglichkeiten gibt, Glauben zu leben.“ Und so schmerzhaft dieser Abschied auch sei, „das ist auch der Moment, uns an all das Gute zu erinnern und allen Danke zu sagen, die sich hier für die christliche Gemeinschaft eingesetzt haben.“
Zur Entwidmung trugen Mitglieder des Presbyteriums unter anderem die Osterkerze und das Abendmahlsgeschirr aus der Kirche. „Wir verlassen heute dieses Gebäude aus Stein, machen uns auf den Weg und alle sind eingeladen, mitzugehen“, so Pfarrer Martin Streppel. „Lasst uns miteinander unterwegs sein und Trennungen überwinden.“
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