„Wir sind sehr zufrieden“

Dass es draußen in Strömen regnet, bereitet hier drinnen niemandem mehr Sorgen. Die Wasserflecken unter der Decke sind alt. Neue werden nicht hinzukommen. Denn das Dach des Kirchenschiffes der Dorfkirche in Ende ist frisch saniert. Der erste Bauabschnitt wurde vor Weihnachten abgeschlossen. Ein knappes halbes Jahr hat er gedauert. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Pfarrer Guido Hofmann. Sowohl die zeitliche als auch die finanzielle Planung habe gepasst. Dass die Arbeiten gut gelaufen sind, bestätigt auch Architektin Sandra Lüling. Probleme habe dem alten Gemäuer die altdeutsche Schieferdeckung bereitet. „Sie war rund 65 Jahre alt und wurde damals nicht fachgerecht umgesetzt“, erklärt die Expertin.

Von links: Pfarrerin Friederike Paroth, Architektin Sandra Lüling, Kirchbaumeister Koffi Ametefe Ahiaba, Statiker Gerhard Langfeld und Pfarrer Guido Hofmann sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des ersten Bauabschnitts der Dachsanierung der Dorfkirche in Ende. Foto: Kristina Hußmann

„So hat das Holzwerk Schaden genommen - unter anderem durch Schädlings- und Pilzbefall. Schadpunkte in der Holzkonstruktion hätten außerdem eine neue Lastenverteilung nötig gemacht, ergänzt Gerhard Langfeld, der in der ersten Bauphase für die Statik zuständig gewesen ist.

„Das haben wir gut lösen können.“ Hinzugekommen zur bisherigen Optik des Kirchenschiffdaches sind zwei Gauben auf der Nordseite der Kirche. „Sie sind für ein neues Lüftungskonzept gebaut worden“, so Guido Hofmann.

In Bauabschnitt zwei, der für 2022 geplant ist, und in Bauabschnitt drei stehen noch die Sanierung des Turmdaches uns des Innenraumes an. „Bei letzterem geht es vor allem um umfangreiche Malerarbeiten“, weiß Kirchbaumeister Koffi Ametefe Ahiaba. Für beide Phase laufen noch Anträge auf Bezuschussung bei Land und Bund. Auch von der innerkirchlichen Stiftung KiBa erhofft sich die Kirchengemeinde finanzielle Unterstützung. „Wir kalkulieren mit einer Gesamtlast von 700.000 Euro“, sagt Hofmann.

Für die erste Bauphase konnten die Gemeinde bereits auf eine erhebliche Spendensumme zugreifen, die sich allein durch die Akquise in Herdecke und Umgebung ergeben hat. Neben großen Beträgen der Dörken- und der Bürger-Stiftung sind allein durch die verschiedene Aktionen und Aufrufe über 80.000 Euro Spenden zusammengekommen.

Besonders gut sei bei den Gemeindegliedern die Schindelaktion angekommen, so Friederike Paroth, Pfarrerin im Probedienst. „Der Foundraising-Ausschuss hatte die Idee, dass sich die Menschen gegen eine Spende von 25 Euro mit Segenswünschen, Gebeten oder Gedanken auf den Schindeln verewigen können“, erklärt sie weiter. „Die Resonanz war toll und hat uns auch deshalb so gefreut, weil sich offensichtlich sehr viele Menschen mit unserer Kirche identifizieren.“

Über 150 Schindeln des neuen Daches sind durch die Aktion mit einer persönlichen Widmung versehen worden; „auf den Innenseiten der Schindeln, damit sie geschützt sind.“ Um ihren Erhalt muss sich niemand Sorgen machen. Auch, wenn es draußen in Strömen regnet.

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