Verewigen im Dach der Kirche

In wenigen Wochen wird es wieder wie neu aussehen – das Dach der Ender Dorfkirche. Nachdem das Holzwerk instand gesetzt worden ist, sind die Dachdecker in der kommenden Zeit damit beschäftigt, das Dach des Kirchenschiffes einzudecken. Von außen unsichtbar wird sich dort dann etwas verbergen, was einer alten Idee entspringt: Während der Arbeiten entdeckte eine Mitarbeiterin auf einer der alten Schindel eine Inschrift.

Pfarrerin Friederike Paroth und Pfarrer Guido Hofmann zeigen die Schindel, die vor vielen Jahrzehnten im Dach der Ender Dortkirche platziert wurden. Foto: Kristina Hußmann

Paul 23.4.1952 – hatte jemand vor wohl fast 70 Jahren auf den Stein geschrieben. So entstand im Kreativkreis, der aus den alten Schiefer-Schindeln etwas Schönes gestalten wollte, die Idee, auch für das neue Dach auf einigen Schindeln Inschriften anzubringen.

Architekt und Dachdecker haben dafür grünes Licht gegeben: Die beschriftete Seite wird nach innen gelegt. Zuvor werden die Schindeln in die richtige Form gehauen. So bietet die Evangelische Kirchengemeinde Ende interessierten Menschen an, sich auf oder andere auf diese Weise auf einer der neuen Schindeln zu verewigen: mit dem Geburtstag eines Kindes, dem Hochzeitstag, einem Segensspruch, dem Namen eines verstorbenen Menschen oder ähnlichem. Dafür bittet die Kirchengemeinde um eine Spende von 25 Euro.

Und auf diesem Weg können die Schindeln beschriftet werden: „Sie kommen nicht persönlich, sondern andere schreiben für Sie“, erklärt Pfarrerin Dörte Godejohann. „Dazu können Sie den Flyer, zu finden unter www-ev-kirche-ende.de, herunterladen, ausfüllen und in den Briefkasten des Gemeindeamtes werfen“, so die Pfarrerin. „Oder Sie schicken eine E-Mail oder einen Brief an das Gemeindeamt mit dem gewünschten Text. Er sollte höchstens 80 Zeichen haben (E-Mail:  0512 81, Stichwort Spende Kirchendach Schindel.„Über Spenden freuen wir uns natürlich auch unabhängig von der Schindel-Aktion.“

Übrigens: Durch die aktuelle Schindel-Aktion ist auch bekannt geworden, welchem Paul die 70 Jahre alte Inschrift gilt. So kann jedes Einzelstück auf dem Dach der Ender Dorfkirche zu einem Stück Geschichte werden.

Cookie Hinweis
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Nutzung dieser Cookies zu. Siehe auch unsere Datenschutzhinweise
Zur Kenntnis genommen