Pfarrerin Christin Klein in Breckerfeld ordiniert

Christin Kleins Hausnummer fehlt in vielen Navigationssystemen. Meines kennt noch nicht einmal ihre Straße. Also Fenster runter und nachgefragt. In Breckerfeld weiß wahrscheinlich jeder, wo ich hin muss. Und so komme ich fast pünktlich ans Ziel und habe außerdem noch ein kurzes Schwätzchen gehalten. „Ja, so ist das hier“, sagt Christin Klein und lächelt. „Alles ist und alle sind sehr verbunden miteinander.“

Pfarrerin Christin Klein (2. v. l. ) ist jetzt in der Breckerfelder Jakobuskirche von Synodalassessor Henning Waskönig (2. v. r.) ordiniert worden. Zu den Gratulanten zählten auch Pfarrer Rald Greth - Vikariatsmentor der jungen Pfarrerin - und ihr Breckerfelder Kollege Pfarrer Paul-Gerhardt Diel. Foto: Wippermann

Seit Oktober 2017 ist die heute 29-Jährige als Pfarrerin im Probedienst in der Hansestadt des Kirchenkreises Hagens unterwegs. Ihre Ordination Anfang des Jahres sei ein Fest gewesen, sagt sie. „Die Kirche war voll wie an Weihnachten.“

Christin Klein kennt die Arbeit im ländlichen Raum. Nach ihrem Theologiestudium in Wuppertal, Bochum und Bonn, hat sie ihr Vikariat im Dortmunder Süden absolviert. Geboren und aufgewachsen ist sie in Haßlinghausen – also ganz nah an ihrer heutigen Wirkungsstätte. In Breckerfeld lebt sie zusammen mit ihrem Freund – der auch auf dem Weg ist, Pfarrer zu werden - am Rand der kleinen Stadt. „Ich mag das Leben und das Miteinander kleiner Städte sehr“, sagt die Pfarrerin. Diese gewachsenen, fest verwurzelten und traditionellen Strukturen machten das Gemeindeleben einfach sehr lebendig. „Das ist toll!“

In der Evangelischen Jakobuskirchengemeinde Breckerfeld arbeitet Christin Klein im Team mit Pfarrer Gunter Urban und Pfarrer Paul Diehl. Einer ihrer Schwerpunkte ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Außerdem betreut sie einen eigenen Bezirk in Zurstraße. „Mir gefällt die Vielfältigkeit meines Berufes, dass ich es täglich mit so vielen verschiedenen Menschen zu tun habe“, sagt die 29-Jährige, die mit 25 Prozent ihrer Vollzeitstelle auch in der Auferstehungskirchengemeinde in Hagen-Dahl aktiv ist. „Berühren tut mich wirklich fast alles an meiner Arbeit“, sagt sie. Es lohne sich sehr, viel Herz zu investieren, weil auch ganz viel zurückkomme. „Besonders große Freude habe ich an der Gestaltung von Gottesdiensten.“ Mit Blick auf vielerorts immer leerer werdende Kirchenbänke sagt die Pfarrerin: „Die Kommunikation des Evangeliums muss im Zentrum stehen. Aber dabei müssen wir die Menschen beteiligen – vor allem die jungen Menschen.“ Zum Glück erlebe sie in Breckerfeld sehr engagiert Jugendliche, „die die Gemeinschaft wollen und leben.“ Und damit sei eine sehr wichtige Botschaft des Evangeliums ja schon praktisch umgesetzt.

Noch bis Ende September dieses Jahres bleibt Christin Klein ganz sicher in Breckerfeld. „Natürlich würde ich gerne bleiben“, sagt sie ganz offen. „Was den Beruf für mich von außen schon immer faszinierend gemacht hat, hat sich hier auch von innen als wunderschön erwiesen.“

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