OGS-LeseOasen begeistern Schüler*innen

In den Offenen Ganztagsschulen (OGS) Funckepark- und Goldbergschule (Teilstandort Franzstraße) sind im letzten Schuljahr sogenannte LeseOasen eingerichtet worden. Sie sollen die Leseförderung in den Ganztag integrieren und die Lesemotivation in der Freizeit der Kinder erhöhen. Erstes Fazit: „Kinder und Mitarbeiter*innen sind begeistert“, so Waltraud Finkensiep, OGS-Fachberaterin der Ev. Jugend im Kirchenkreis Hagen, die Trägerin dieser OGS ist.

Das Wohlgefühl der Kinder steht beim Konzept der LeseOasen im Vordergrund. Sowohl an der Goldberg- auch an der Funckeparkschule sind die Oasen mobil, so dass sie ganz unkompliziert auch im Schulgarten genutzt werden können. Fotos: Caroline Seidel

Finanziell mit jeweils 3000 Euro gefördert wurde das Projekt durch den Verein „Save the Children“, der mit der Goethe Universität Frankfurt am Main kooperiert und von der Postbank gesponsert wird. „Die Fähigkeit zu lesen ist die Grundlage für den weiteren schulischen Erfolg“, schreibt Save the Children in einem Info-Flyer. Für die Teilnahme an dem Projekt haben sich die beiden Hagener OGS gezielt beworben. Mit Erfolg!

Das zur Verfügung gestellte Geld konnten die OGS für die Gestaltung des Raumes - also Farbe, Möbel, Dekoration - und eine vielfältige Auswahl an Medien (Bücher, Tonie-Figuren, Padlets, Handpuppen u.a.)  einsetzen. Die Kinder wurden maßgeblich an der Gestaltung der LeseOase beteiligt. Und so dienen in der Goldbergschule jetzt Tipis und große Schirme als Rückzugsorte im „Panda Franz‘ Traumland“ - so haben die Schüler*innen diesen Ort getauft.

Gemütlichen machen können es sich die Kinder auf weichen Matten. Und ein runder Tisch bietet viel Platz für gemeinsame Aktivitäten. In der Funckeparkschule finden sich unter anderem Sitzkissen und ein Hängesessel in der LeseOase. Was beiden Orten gemein ist: Bücherwagen und -kisten aber auch Zelte und Kissen können ganz einfach an andere Orte gebracht werden. So kann auch der Schulgarten spontan zur LeseOase gemacht werden.Save the Children, größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt, stellt aber nicht nur das Geld zur Einrichtung der LeseOasen zur Verfügung. Expert*innen aus dem Bereich Lesepädagogik beraten die Einrichtungen, wie sie die Räume lesefördernd und kindgerecht gestalten können. Sind die Räume eröffnet, kommen Trainer*innen in die Schulen, um dort gemeinsam Aktivitäten zur Leseförderung durchzuführen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man das Projekt weiterführen kann.

 

Im Vordergrund steht die Freude am Lesen. „Mädchen und Jungen sollen für gute Bücher und altersgerechte Stoffe begeistert werden, in die Geschichten eintauchen, mit den Figuren mitfühlen“, heißt es bei Save the Children. Die Geschichten würden bewusst über lesebezogene Aktivitäten erschlossen. So dreht es sich in der LeseOase der Goldbergschule zum Beispiel nicht nur literarisch rund um das Thema Superhelden. Die Kinder können hier auch in die entsprechenden Kostüme schlüpfen.

Was ebenfalls wichtig ist: Eine LeseOase definiert sich bewusst nicht über die Fülle von Titeln. „Die Schüler*innen bestimmen hier das Tempo, nicht die Bücher. Die sinnliche Erfahrbarkeit des Raums führt dazu, dass sich die Kinder ganz stark mit der LeseOase identifizieren“, bestätigt Bianca Schulz, Erzieherin in der Goldbergschule. „Und nicht nur der neue Wohlfühlraum, sondern vor allem auch die Erfahrung, in den Prozess der Gestaltung eingebunden zu sein, ist für die Kinder, die sonst meist wenig Möglichkeiten der Mitbestimmung haben, besonders wichtig“, ist sich Waltraud Finkensiep sicher.

Besonders freuen sich die Verantwortlichen an den OGS-Standorten, dass die LeseOasen von den Schüler*innen so gut angenommen werden. Und das Fazit der Kinder fällt tatsächlich eindeutig aus: „Hier können wir schön lesen und es uns gemütlich machen.“

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