"Kirche der Zukunft mitgestalten"

Am Samstag, 22. September, wird Pfarrer Michael Hoffmann in einem Gottesdienst um 16 Uhr in der Hasper Kirche an der Frankstraße durch Superintendentin Verena Schmidt ordiniert. Nach dem Gottesdienst findet ein Empfang nebenan im Evangelischen Gemeindezentrum statt. Michael Hoffmann hat in Marburg, Prag und Berlin Theologie studiert. Sein Vikariat absolvierte er in Ostwestfalen in der Nähe von Herford. „Im Anschluss an meine Ausbildung habe ich mit meiner Frau, die auch Pfarrerin ist, ein Jahr in der Evangelischen Kirche am Rio de la Plata verbracht und in Buenos Aires gearbeitet“, erzählt der 34-Jährige über seinen weiteren Werdegang.

Am Samstag, 22. September, wird Pfarrer Michael Hoffmann in der Kirche Haspe an der Frankstraße durch Superintendentin Verena Schmidt ordiniert. Foto: Kristina Hußmann

 „Das war natürlich schon eine große Veränderung“, so der gebürtige Iserlohner. „Aber genau das finde ich reizvoll und spannend: Die Vielfalt der Kirche.“ Tatsächlich hat die Arbeit in Argentinien andere Schwerpunkte als in Deutschland.  „Auf einen Pfarrer oder eine Pfarrerin kommen im Schnitt ungefähr 300 Mitglieder, in Westfalen sind es 3000.“ sagt Hoffmann. „Da ist viel mehr persönliche Bindung zu den Menschen möglich. Der Gemeinschaftsaspekt steht deutlich im Mittelpunkt des pastoralen Dienstes.“

Die La-Plata-Kirche ist Partnerkirche der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und geht auf deutschsprachige Einwanderer zurück. 1843 entstand die erste deutschsprachige Kirchengemeinde in Buenos Aires. Ihre Gemeinden verteilen sich heute auf Argentinien, Paraguay und Uruguay. „Meine Frau und ich durften während unserer Zeit in Südamerika sehr viele dieser Gemeinden kennenlernen, sind also viel gereist“, erinnert sich Hoffmann. „Das hat unser Bild von Kirche geprägt und uns auch gezeigt, wie viele unterschiedlichen Möglichkeiten es gibt, Gemeinde zu sein.“

Mit diesen Erfahrungen im Gepäck ist Michael Hoffmann im April dieses Jahres wieder in Deutschland und in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Haspe angekommen. „Hier ist natürlich wieder alles ganz anders.  Aber es gefällt mir sehr gut“, so der junge Pfarrer. „Die Kirche der Zukunft aktiv mitzugestalten - das ist mir wichtig. Ganz gleich, an welchem Ort ich bin“, so der Theologe, der sich auf seine Zeit in Haspe freut. „Ich fühle mich hier sehr willkommen.“ Und das sei die beste Voraussetzung für ein gutes, gemeinschaftliches Arbeiten.

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