Gottesdienst für Unbedachte

Der nächste Gottesdienst für Unbedachte wird am Donnerstag, 29. Oktober, um 17 Uhr in der katholischen St.-Marienkirche in der Hagener Innenstadt gefeiert. Da der für das Frühjahr geplante Gottesdienst wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, wird am 29. Oktober aller 95 Verstorbenen gedacht, die in den vergangenen zwölf Monaten vom Ordnungsamt ohne Trauerfeier bestattet worden sind.

In dem Gottesdienst für die Unbedachten wird für jede Verstorbene und jeden Verstorbenen eine Kerze angezündet. Foto: Nicole Schneidmüller-Gaiser.

Der Gottesdienst findet unter Einhaltung der Corona-Schutzauflagen statt. Daher ist die Zahl der Teilnehmenden begrenzt. In jedem Fall werden Erik O. Schulz, Oberbürgermeister der Stadt Hagen, Pfarrer Dieter Aufenanger, Dechant der katholischen Dekanats Hagen- Witten, und Pfarrerin Verena Schmidt, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Hagen, an diesem Nachmittag den Gottesdienst mitfeiern.

„Wir möchten das Augenmerk darauf richten, dass Menschen beerdigt werden, ohne dass jemand sie begleitet. Sie haben keine Angehörigen mehr oder Angehörige konnten nicht gefunden werden“, erklärt Pfarrerin Elke Schwerdtfeger. Während des Gottesdienstes werden die Namen der Verstorbenen verlesen.

Für jede und jeden wird eine Kerze angezündet. Im Vorfeld werden die Namen außerdem in einer Traueranzeige in der Tageszeitung veröffentlicht. „Die Verstorbenen haben nicht anonym gelebt; sie hatten Nachbarn, Kolleg*innen und Bekannte. Und so biete der Gottesdienst auch jenen, die die Verstorbenen gekannt haben, eine Gelegenheit zum Abschied nehmen und zur letzten Begleitung.“

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