Archiv

Jahr: Monat:
03. Mai 2024

Zwischen Sommerkomödie, Horrorfilm und großem Drama

Mit „Roter Himmel“ zeigt das Kino Babylon im Kulturzentrum Pelmke am Sonntag, 12. Mai, den letzten Film der aktuellen Kirchen-und-Kino-Staffel. Der Film startet um 17.30 Uhr. Das Organisationsteam von Kirchen und Kino lädt herzlich ein. In diesem Film schlägt Regisseur Christian Petzold ungewohnte Töne an: In einem Ferienhaus an der Ostsee entspinnt sich eine Sommerkomödie, während am Horizont Waldbrände heraufziehen.

Die sommerlich-heitere Atmosphäre schlägt in „Roter Himmel“ bald ins Dramatische um. Foto: Piffl Medien

Mehr zum Inhalt: Zwei Freunde wollen den Hitzesommer 2022 in einem Ferienhaus an der Ostsee verbringen. Was für den jungen Schriftsteller als Arbeitsurlaub geplant ist, bekommt durch seinen ebenfalls künstlerisch ambitionierten, aber erlebnishungrigen Freund eine unerwartete Mitmieterin und deren Urlaubsflirt eine andere Wendung. Überdies wird ein Waldbrand zunehmend zur Bedrohung, welche die sommerlich-heitere Erzählung mehr und mehr ins Dramatische umschlagen lässt.

Petzold erzählt verspielt und humorvoll, beobachtet die vier jungen Menschen beim Müßiggang im Sommerurlaub, nutzt perfekt die Räume des Hauses auf der Lichtung, die Sichtachsen der Wohnräume mit dem Außenbereich. Inspiration hat er sich dafür beim französischen Autorenfilmer Eric Rohmer geholt, der das Genre des Sommerfilms zu Lebzeiten perfektioniert und dabei spielerisch jungen Menschen beim Leben und Lieben zugesehen hat. Über „Roter Himmel“ liegt allerdings konstant eine latente Bedrohung.

Irgendwann wird die Bedrohung real, und aus der leichten Sommerkomödie, die beginnt wie ein Horrorfilm, wird dann doch noch ein großes Drama im fast schon antiken Stil. Eine flirrende, intime Charakterstudie, die zwischen Komik und Tragik changiert – so das Urteil der Filmkritik. Bei der Berlinale wurde „Roter Himmel“ mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.


Deutschland 2023, Regie: Christian Petzold, mit Thomas Schubert, Paula Beer, Langston Uibel, Enno Trebs, Matthias Brandt u.a., sehenswert ab 16 Jahren, 103 Minuten

Cookie Hinweis
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Nutzung dieser Cookies zu. Siehe auch unsere Datenschutzhinweise
Zur Kenntnis genommen