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12. September 2023

Seit 120 Jahren Dienst zwischen den Gleisen

Seit stolzen 120 Jahren ist die Bahnhofsmission Anlaufstelle für Menschen in Not. Ankommen, Angenommen werden, Hilfe bekommen – ohne Bedingungen, ohne Termin, ohne Wenn und Aber. Mit einem offiziellen Festakt hat die Einrichtung der Diakonie Mark-Ruhr auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs Hagen jetzt ihr Jubiläum gefeiert. Gäste aus Kirche, Politik, Gesellschaft und Kommune lobten die Arbeit der Bahnhofsmission als wichtige und nicht wegzudenkende Stütze im Hilfesystem der Stadt Hagen.

Auch Dr. Anjali Scholten (links), Leiterin des Gesundheitsamts der Stadt Hagen, überbrachte Einrichtungsleiterin Ilona Ladwig-Henning persönliche Glückwünsche zum 120-jährigen Bestehen der Bahnhofsmission Hagen.

In seinen Begrüßungsworten überbrachte Volker Holländer, kaufmännischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, herzliche Glückwünsche, sprach seinen persönlichen Dank an das Team aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus und lobte die Bahnhofsmission Hagen als „lebendige und wertvolle Einrichtung für unsere Stadt und Gesellschaft.“

Henning Waskönig, Superintendent des Kirchenkreises Hagen, betonte in einer Andacht die Rolle der Bahnhofsmission als Ort der Barmherzigkeit und Nächstenliebe: „In der lyrischen Hausapotheke von Erich Kästner gibt es den schönen, kurzen Satz: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Hier ist viel Wahres dran. In der Bahnhofsmission wird seit 120 Jahren geholfen, beraten, die Richtung gezeigt, unterstützt, zugehört, aufgebaut, getröstet und vieles, vieles mehr. Das ist wunderbar und großartig. Und es verdient außerordentlichen Dank und Anerkennung. Die Bibel nennt solches Tun Barmherzigkeit. Ein schönes Wort und eine gute Haltung. Aber auch die Barmherzigkeit will getan und gelebt werden. Hier in der Bahnhofsmission in Hagen geschieht das. Tag für Tag. Danke allen, die hieran mitwirken, Ehrenamtlichen wie Hauptamtlichen, und Gottes treuen Segen für diesen wichtigen Dienst."

Bruno Nikles, Vorsitzender der Bahnhofsmission Deutschland e.V., hob in seinem Grußwort hervor, dass die Arbeit der Bahnhofsmissionen in Deutschland ohne das Ehrenamt undenkbar wäre. Er betonte die Bedeutung starker Trägerinnen, wie der Diakonie Mark-Ruhr in Hagen, die hinter den Werten der Einrichtung stehen. Abschließend wünschte Bruno Nikles den Ehrenamtlichen „Glück auf und Gottes Segen für Ihre Arbeit“.

Die stellvertretende Oberbürgermeisterin der Stadt Hagen, Karin Köppen, würdigte ebenfalls die herausragende Arbeit von Einrichtungsleiterin Ilona Ladwig-Henning und ihrem Team aus Ehrenamtlichen sowie die besondere Verankerung des Angebotes innerhalb des sozialen Hilfesystems der Stadt. „Danke für ihre Unterstützung und die Übernahme von Verantwortung in unserer Stadtgesellschaft“.

Eine persönliche Note brachte Burkhard Wendel ein. Der Eisenbahnfreund aus Balve, der in den 1980er Jahren Zivildienst bei der Bahnhofsmission Hagen leistete, erinnerte sich in seiner Ansprache gerne an diese in seinem Leben prägende Zeit zurück.

Ilona Ladwig-Henning dankte mit sehr persönlichen Worten ihren Ehrenamtlichen für die Arbeit und den tollen Zusammenhalt. „Mit diesem Team macht die Arbeit Spaß, ihr motiviert mich jeden Tag neu. Ihr seid immer für unsere Gäste da – auch darüber hinaus. Dafür danke ich euch aus tiefsten Herzen.“

Die Feierlichkeiten setzten sich mit der Eröffnung der Ausstellung „120 Jahre Bahnhofsmission Hagen“ fort, die sofort auf reges Interesse bei Passantinnen und Passanten sowie Reisenden auf dem Bahnhofsvorplatz stieß. Ein buntes Rahmenprogramm mit einem Wunschbaum, Waffelverteilung durch Ehrenamtliche und Infomaterialien rundeten einen gelungenen und sonnigen Jubiläumstag ab.

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