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04. August 2023

Paul Diehl und Gunter Urban in den Ruhestand verabschiedet

Paul Diehl und Gunter Urban, langjährige Pfarrer der Ev. Jakobus-Kirchengemeinde Breckerfeld, sind jetzt gemeinsam in einem Open-Air-Gottesdienst von Superintendent Henning Waskönig in den Ruhestand verabschiedet worden. Während Paul Diehl noch bis vor Kurzem im Dienst war, hat Gunter Urban etwas länger auf diesen offiziellen Abschied warten müssen.

In einem Freiluft-Gottesdienst und mit einem anschließenden Gemeinschaftsfest sind Paul Diehl und Gunter Urban von Superintendent Henning Waskönig in den Ruhestand verabschiedet worden. Fotos: Christoph Wippermann

„Ich bin seit mehr als drei Jahre nicht mehr im Amt“, so der Theologe. „Direkt nach meinem letzten Gottesdienst im März kam die Info, dass wir wegen Corona alles zu machen müssen.“ Statt eines Abschiedsgottesdienstes in der Kirche gab es ein digitales Format, einen Gottesdienst im Wohnzimmer, den die Gemeinde mit Beginn des Lockdowns für die Menschen zuhause produziert und bis heute Teil des Gottesdienstangebotes ist.

Für ihre Verabschiedung hatten sich die beiden Pfarrer einen besonderen Rahmen gewünscht: „Die Offenheit und die guten Verbindungen in viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hier vor Ort haben unsere Arbeit geprägt und sollen auch an deren Ende spürbar sein.“ Und so gab es keinen Empfang für geladene Gäste, sondern ein großes Gemeinschaftsfest vor dem Martin-Luther-Haus. „Mit dem Wetter hatten wir großes Glück, so dass alles gepasst hat.“

Gunter Urban, der in Nachrodt-Wiblingwerde geboren wurde, startete nach dem Studium als Vikar in Finnentrop, bevor er 1984 nach Breckerfeld kam. „Ich kannte mich mit ländlich geprägten Gegenden aus und wusste, dass neben der pastoralen Arbeit auch die Verbindungen zu den Menschen außerhalb der Kirche eine wichtige Rolle für die Arbeit als Gemeindepfarrer spielen.“ Die Vernetzung sei ihm nie schwergefallen. „Im Gegenteil – als ich kam, wurde ich an vielen Stellen gebraucht, und das passte gut zu meinem Selbstverständnis.“ Breckerfeld wurde schnell zur Heimat. Und die ist es auch geblieben.

„Ich konnte mich von Beginn meines Ruhestandes gut raushalten und habe mich zurückgezogen, bevor ich mich ehrenamtlich zum Beispiel in der Flüchtlingsarbeit wieder eingebracht habe. Das war der richtige Weg.“ In seinem Ruhestand fühlt sich der zweifache Großvater gut ausgelastet. „Bewegung, Arbeit im Garten, Unterstützung der Kinder und gelegentlich eine Vertretung im kirchlichen Kontext – das alles füllt unser Leben sehr gut aus.“

Paul Diehl hat in Münster und Marburg Theologie studiert. Er startete 1984 als Vikar in der Hasper Kirchengemeinde, wechselte zwei Jahre später in die Paul-Gerhardt-Gemeinde nach Boelerheide. „Zu diesem Zeitpunkt hatten meine Frau und ich schon drei Kinder, mein zweites Examen stand noch aus – das war schon eine sehr intensive Zeit“, erinnert er sich. 1987 wurde er in Boelerheide ordiniert, 1988 ins Pfarramt eingeführt. Bis 2004 blieb Paul Diehl im Hagener Norden. Nach sechs Jahren in einer Gemeinde in Beckum, bewarb er sich in Breckerfeld. „Der Kirchenkreis Hagen war mir immer sympathisch. Ich bin gerne zurückgekommen und habe auch sehr gerne hier gewirkt und gelebt.“Für die ersten sechs Monate seines Ruhestandes hat er sich vorgenommen, „erstmal nichts zu machen und dabei die freie Zeit zu strukturieren und Dinge intensiver anzugehen.“ Die Zeit mit den Enkelkindern steht künftig mit oben auf der Liste. „Und ich möchte viel Sport machen, Klavierspielen, Lesen und im Garten arbeiten.“

Superintendent Henning Waskönig (vorne Mitte) dankte Gunter Urban (vorne, 2. von links) und Paul Diehl (vorne, 2. von rechts) für Ihren Dienst in der Breckerfelder Gemeinde.

„Du warst und bist an der Seite der Menschen. Mittendrin – statt nur dabei. Du hast dich mit allem, was dir zur Verfügung steht, in die Gemeinschaft hineingestellt: in der Kirchengemeinde, in der Kommune, in die große weite Gemeinschaft der Kinder Gottes“, so Superintendent Henning Waskönig zum frischgebackenen Ruheständler. “Ich sage dir von Herzen Danke für deinen unermüdlichen Dienst in unserer Kirche. Du warst ein großer Segen – für die Menschen in Haspe, in der Boelerheide, in Beckum, in Breckerfeld, im Kirchenkreis Hagen und an so vielen Stellen mehr.“

Und an Gunter Urban gewandt: „Fast 37 Jahre lang hast du in der Jakobuskirchengemeinde die Gnade Jesu Christi verkündigt, Gottes Liebe bezeugt – in Wort und mit Taten – und du hast Gemeinschaft gestiftet, Verbindungen geknüpft, Beziehungen gestaltet, in der Hoffnung und im Vertrauen auf Gottes Geistkraft. Danke für allen Segen, den du zugesprochen hast, der durch dich und dein Wirken sich hier vor Ort verwirklicht hat – zum Wohle der Menschen und zur Ehre Gottes. Du bist auch dem Kirchenkreis Hagen stets besonders verbunden gewesen und hast dich intensiv auf kreiskirchlicher Ebene eingebracht: im Kreissynodalvorstand, mit diversen Synodalbeauftragungen und in der einen oder anderen Ausschussarbeit. Auch dafür sage ich herzlichen Dank!“

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