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29. April 2024

Mit 19 Jahren im Kreissynodalvorstand

Das Angebot, im Vorstand mitzuarbeiten, kam nicht einmal zwei Jahre, nachdem Lukas Beck sein Abitur in der Tasche hatte. Jetzt ist er mit 19 Jahren das jüngste Mitglied im Kreissynodalvorstand (KSV) des Evangelischen Kirchenkreises Hagen und arbeitet damit ehrenamtlich auf der höchsten Leitungsebene des Kirchenkreises. „Ich bin mit Kirche aufgewachsen und engagiere mich seit vielen Jahren in meiner Gemeinde“, sagt der Physik-Student. „Insofern habe ich schnell gedacht, dass ich’s probieren kann.“

Das Angebot, im Vorstand mitzuarbeiten kam nicht einmal zwei Jahre, nachdem Lukas Beck sein Abitur in der Tasche hatte. Foto: Kristina Hußmann

Dass der ehemalige AD-Schüler die Möglichkeit hat, in diesem Gremium mitzuwirken, steht im Gesetz. Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) hat vor gut zwei Jahren das Jugendbeteiligungserprobungsgesetz (JBEG) auf den Weg gebracht; mit dem Ziel, die Altersdiversität in kirchlichen Leitungsorganen und die verantwortungsvolle Teilhabe junger Menschen in der Kirche zu fördern. Zu den gewählten Mitgliedern eines KSV kann ebendieser ein weiteres Mitglied, das zwischen 18 und 27 Jahren alt sein muss, in den Vorstand berufen – mit allen Rechten eines Gremiumsmitgliedes ausgestattet. Die Landeskirche sieht darin die Möglichkeit, die Bedürfnisse junger Menschen mit Blick auf kirchliche Arbeit besser mit einbeziehen zu können und gleichzeitig ihr Engagement wertzuschätzen. „Der beste Weg ist,“, so die Landeskirche, „junge Menschen einzuladen und zu ermutigen, auch mitzuentscheiden, in welche Richtung sich ihre Kirche entwickeln soll.“

Und genau das ist es, was Lukas Beck - der einen „Faible für Zahlen“ hat - an dieser Aufgabe reizt: „Ich möchte mich einbringen, möchte etwas bewirken und dazu beitragen, dass kirchliche Gemeinschaft auch ein Modell für die Zukunft ist“, sagt der 19-Jährige, für den die Kirchengemeinde seit seiner Kindheit ein wesentlicher Bestandteil ist. In Boelerheide aufgewachsen, ist der Student auch in der Paul-Gerhardt-Gemeinde groß geworden. „Ich habe als Kind gerne mitgemacht und bin dann automatisch in die ehrenamtliche Jugendarbeit gerutscht“, erinnert sich Lukas Beck, dessen Eltern ebenfalls seit vielen Jahren engagierte Mitglieder der Gemeinde sind. In der Lydia Kirchengemeinde unterstützt Lukas heute die Konfi-Arbeit, begleitet Kindergruppen sowie Kinder- und Jugendfreizeiten und hilft bei der Organisation von Veranstaltungen und Festen. „Das macht mir einfach total viel Spaß.“

Und inzwischen hat der Physik-Student auch seine erste KSV-Sitzung absolviert. „Ein wenig aufgeregt war ich schon, denn natürlich ist das jetzt etwas ganz anderes als das, was ich bisher in der Kirche so gemacht habe.“ Aber eine Scheu vor den oft auch komplexen Themen habe er nicht. „Ich habe mich vorher ein bisschen eingelesen und den Rest auf mich zukommen lassen“, so der 19-Jährige, der von den anderen Mitgliedern „herzlich in Empfang genommen wurde“, wie er sagt. Einbringen möchte er vor allem seine Idee für die Zukunft von Kirche. „Und dass ich gerne und gut mit Zahlen umgehe, das kann ganz sicher auch nicht schaden.“

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