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13. Juni 2024

Fest im Sattel auf Platz 1

Mit 3124 Kilometern ist das Team „Evangelische Kirche in Hagen“ zwar nicht ganz vorne gelandet. „Aber mit Platz 16 in der Kommune können wir doch sehr zufrieden sein“, bilanziert Henning Waskönig nach der ersten Teilnahme am Projekt Stadtradeln. Innerhalb des Teams hat es der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Hagen mit rund 289,4 Kilometern auf Platz drei von 28 Teilnehmenden geschafft. Zwei haben allerdings noch mehr Kilometer gesammelt: Hauchdünn war der Vorsprung von Lukas Penther, der zum Schluss 100 Meter mehr als der Theologe verbuchen konnte. Mit 309,9 Kilometer liegt Andreas Erhardt an der Spitze des Feldes. „Ich bin durch den Aufruf des Kirchenkreises auf das Stadtradeln und das Team aufmerksam geworden“, erinnert sich der 55-Jährige, der in diesem Jahr zum ersten Mal dabei war. Andreas Erhardt arbeitet im Berufsbildungswerk der Stiftung Volmarstein. Der tägliche Weg zur Arbeit von Haspe zu seiner Wirkungsstätte gehört schon seit zwei Jahren zu seiner Routine. „Ich fahre nahezu täglich zehn Job-Kilometer“, so der Erzieher und Diakon. „Da habe ich gedacht: Das kannst du nutzen.“

Seit Andreas Erhardt ein E-Bike hat, fährt er nicht nur mit dem Rad zur Arbeit, sondern tritt auch für viele Erledigungen in die Pedale. Foto: Kristina Hußmann

Der vierfache Familienvater sitzt nicht schon immer fest auf dem Fahrradsattel. „Hier in Hagen habe ich mich wegen der Berge lange gesträubt“, gibt er zu. „Aber als sich vor zwei Jahren die Möglichkeit zum Job-Rad ergab, habe ich mich dafür entschieden.“ Der E-Antrieb mache es natürlich viel leichter, und mit dem richtigen Equipment sei es einfach nur praktisch. „Inzwischen fahren ich auch zum Einkaufen mit dem Rad – oder mal schnell in die Innenstadt.“

Und auch in der Freizeit spielt das Fahrradfahren jetzt eine Rolle: „Im vergangenen Jahr habe ich zusammen mit meiner Tochter eine Tour von Bielefeld nach Hamburg gemacht“, so Erhardt. „Auch in den Urlaub nehmen wir die Räder mit – nach Frankreich oder nach Holland.“ Auf längeren Touren übernachtet er meistens in Jugendherbergen. „Ich bin auch schonmal spontan in einer Kirchengemeinde untergekommen.“ Das sei übrigens ein schöner Nebeneffekt: „Nicht nur die Ausdauer verbessert sich, man begegnet auch vielen Menschen, wenn man mit dem Rad unterwegs ist.“

Vor allem durch seine Wege zwischen Wohnort und Arbeitsplatz hat der 55-Jährige in den vergangenen zwei Jahren rund 3000 Kilometer gesammelt. „Beim Stadtradeln habe ich dann schon die ein oder andere Extratour eingelegt“, so der Diakon, der Presbyter in der Hasper Kirchengemeinde ist. „Als ich an die Spitze rückte, wollte ich die Führung auch nicht mehr abgeben“, sagt er und lacht. „Henning Waskönig ist mir manchmal gefährlich nah gekommen. Da habe ich dann schon zusätzliche Runden gedreht und gedacht: Jetzt muss ich nochmal reinhauen.“

In seiner großen Patchwork-Familie ist Andreas Erhardt nicht der Einzige, der das Auto jetzt häufiger stehen lässt und stattdessen zum Fahrradhelm greift. Während die sechs Kinder und drei Enkelkinder mit Rädern ohne E-Antrieb und Laufrädern unterwegs sind, hat sich seine Lebenspartnerin ebenfalls ein E-Bike zugelegt. Nicole Berndt war beim Stadtradeln auch für das Team „Evangelische Kirche in Hagen“ unterwegs und hat es mit 272,6 Kilometern auf den vierten Platz geschafft. Somit hat das Radel-Paar 581,6 Kilometer für sein Team gesammelt.

„Wirklich klasse“, findet Superintendent Henning Waskönig. „Ich freue mich über jeden Kilometer, der für unser Team zusammengekommen ist und danke allen, die mitgemacht haben. Vielleicht können wir unser Ergebnis im kommenden Jahr noch verbessern.“ Andreas Erhardt wird bei einem nächsten Mal „auf jeden Fall wieder am Start sein“, sagt er. Und lächelnd fügt er hinzu: „Mal schauen, wer dann so hinter mir landet.“

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