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17. Februar 2020
Weltgebetstag der Frauen

15. Mai 2020

„Besondere Gaben“

Katharina Eßer beschäftigt sich in der Andacht für den Mai mit diesem Text: „Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat (1 Petr 4,10 E).“ Ich staune. Gerade hat die Frau an der Kasse mit ihrer Freundlichkeit meine verbissene Stimmung an diesem Tag  weggezaubert. Ich muss lächeln und bin ihr so dankbar. Sie hat mir geholfen, durchzuatmen und mich wieder wahr zu nehmen. Was Menschen alles können: ausdauernd laufen, kreativ zeichnen, kunstvoll texten, virtuos musizieren, sinnvoll organisieren, clever rechnen, gekonnt Geschichten erzählen, wunderschön einrichten, geduldig Pflanzen pflegen, diplomatisch diskutieren, lächelnd Konflikte lösen, ganzheitliche heilen, herzerwärmend kochen, aus der Tiefe heraus lachen und so vieles mehr. ...

Katharina Eßer sammelt im Monat Mai frohe Momente.
Foto: Kristina Hußmann

Es ist eine Gabe, ein Geschenk, so handeln und agieren zu können. Sie tun es jeden Tag. Sie tun es, als wäre es ganz selbstverständlich. Sie tun es für uns, für ihre Familie, für die Kunden, für ihre Freunde, für jede und jeden, die ihr Können, ihren Dienst, gerade brauchen. Wir tun es füreinander.

Manchmal fällt es mir auf, weil es doch besonders ist. Weil jede und jeder besondere Gaben für das Leben in der Gemeinschaft geschenkt bekommen hat. Das zu sehen macht mich froh, geradezu fröhlich. Und es beruhigt mich. Wenn ich einmal einen Dienst brauche, weiß ich, es gibt Menschen, die können das, die können das viel besser und viel leichter als ich es kann. Es tut gut sich in dieser Gemeinschaft zu wissen.

Bleibt die Frage, welche Gabe habe ich abbekommen? Welches Talent ist mir anvertraut worden zu verwalten, zu pflegen und im richtigen Moment einzusetzen? Womit kann ich Menschen glücklich machen, vielleicht sogar in Staunen versetzen? Mit dieser Frage gehe ich durch den Mai. Ich sammle die Momente, in denen wir froh sind und lachen. Vielleicht bin ich am Ende erstaunt über mich selbst. Dankbar bin ich schon jetzt, ein Teil der vielfältigen Gnade Gottes zu sein und eine Gabe geschenkt bekommen zu haben, um mit anderen Menschen zusammen zu leben.

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