60 Jahre Brot für die Welt

Mit Musik, Tanz und Talk hat das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ sein 60-jähriges Bestehen in Westfalen in Münster gefeiert. Zu der Festveranstaltung unter dem Thema „Hunger nach Gerechtigkeit“ waren am Freitagabend mehr als 300 Gäste in die Erlöserkirche gekommen.

Sie konnten bildhaft und in vielen Gesprächen mit prominenten Gästen, Experten und einer Schülergruppe erfahren, wie sich Brot für die Welt seit sechs Jahrzehnten engagiert, damit Menschen vor allem im Süden nicht in Armut leben und hungern müssen. Die neue Sammelaktion ist traditionell am ersten Advent gestartet - ihr Motto lautet: „Hunger nach Gerechtigkeit“.

 

Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, betonte, in den 60 Jahren Arbeit von Brot für die Welt habe sich im Verständnis der Hilfe viel verändert: "Wir sind weit weg von der Sicht des Menschen als Mildtätigkeitsempfänger.“ Der Hunger nach Brot sei heute auch verbunden mit Hunger nach Teilhabe, nach Bildung, nach Würde. Offen  gestand die Präses, die in einem Pfarrhaus aufwuchs, dass sie später als junge Pfarrerin einem bettelnden Mann 50 D-Mark gegeben habe als sie kein Kleingeld parat hatte. Danach seien ihr Zweifel gekommen, ob dies richtig gewesen sei. Abends sei der Mann zurückgekommen, um ihr einen Blumenstrauß zu schenken, den er auch von dem Geld gekauft hätte. Dieser Wunsch des Menschen, auch etwas geben zu können und Würde zu zeigen, habe sie sehr beeindruckt.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.brot-für-die-welt.de

Hintergrund

Das evangelische Hilfswerk unterstützt inzwischen rund 1.500 Projekte in fast 100 Ländern. Es war 1959 in Berlin gegründet worden, nachdem eine zunächst einmalige Sammelaktion für eine Hungerkatastrophe in Indien großen Erfolg hatte. Damals kamen 19 Millionen D-Mark zusammen. Neben Spenden und Kollekten erhält das Hilfswerk staatliche Mittel und Kirchensteuern. Im vergangenen Jahr gingen 4,68 Millionen Euro an Spenden- und Kollektenmitteln aus Westfalen an Brot für die Welt. Die Arbeit wird im Amt für MÖWe der Evangelischen Kirche von Westfalen koordiniert. Kontakt: Katja Breyer, , Tel.. 0231 5409-73.

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