Kindergartengemeinschaft


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Bild: Die Geschäftsführung der neuen Kindergartengemeinschaft: Diplompädagogin Andrea Doehring und Pfarrer Michael Dahme.

31.10.2010

Hagen. „Gemeinsam geht’s besser“ könnte das Motto lauten, nach dem sich jetzt 13 Kindertageseinrichtungen aus sechs Hagener Kirchengemeinden zusammengeschlossen haben. Von der „Kindergartengemeinschaft“ versprechen sich die Initiatoren im evangelischen Kirchenkreis Hagen handfeste Vorteile: Gebündelt lassen sich die Interessen der jetzt vergemeinschafteten Kindertagesstätten mit gut 100 Mitarbeitern gegenüber der städtischen Verwaltung und der Politik besser vertreten. Wenn Plätze abgebaut werden sollen, will man künftig auch mit der Stadt verhandeln und fragen: Baut auch die Stadt ab? Oder kann die Stadt noch Anteile der Trägeranteile übernehmen? Hier erhoffen sich die Initiatoren eine bessere Aufstellung.

Bild: Die Geschäftsführung der neuen Kindergartengemeinschaft: Diplompädagogin Andrea Doehring und Pfarrer Michael Dahme.

Text und Bild © Ingrid Piela (ip)

Ein weiterer Vorteil der Kindergartengemeinschaft ist die Bündelung und Professionalisierung der Arbeit, die auf den Schultern der neu eingesetzten Geschäftsführung liegen wird. Diplompädagogin Andrea Doehring und Pfarrer Michael Dahme kümmern sich jetzt um die Geschicke der 13 evangelischen Kindertageseinrichtungen aus sechs Gemeinden. Andrea Doehring: „Dies gibt uns die Möglichkeit, uns zu zentrieren und an den Themen dranzubleiben.“ Die Presbyterien der sechs zusammengeschlossenen Gemeinden sind von einer Arbeitserleichterung bereits jetzt überzeugt. Außerdem sollen jetzt auch die Standards der evangelischen Kindertagesstättenarbeit gemeinsam entwickelt werden, wobei die Einrichtungen aber ihre individuellen Profile durchaus behalten dürfen.

Erste Erfolge können seit der Einführung der Kindergartengemeinschaft zum 1. August 2010 bereits benannt werden. Eine Leiterin und drei Fachkräfte hätten in diesem und dem nächsten Jahr entlassen werden müssen. Doch aufgrund der jetzt möglichen Personalbewirtschaftung und Personalentwicklung auf Kirchenkreisebene ist eine Weiterbeschäftigung unter einem anderen Dach möglich. Das Personal kann also künftig innerhalb der Kindergärten rotieren, falls Stellen gestrichen werden müssen. Andrea Doehring: „Das gibt Sicherheit für die Mitarbeiter. Sie wissen, wenn es hier zu Ende ist, geht es woanders weiter.“ Bisher wechselte jedes Mal auch der Vorgesetzte der Mitarbeiter, wenn der Vorsitz im Presbyterium wechselte. Diese Unsicherheit wird durch die neue Kindergartengemeinschaft der Vergangenheit angehören.

Letztlich versprechen sich die Initiatoren dieser Umstrukturierung, dass auch die Gemeinden von vielen rechtlichen und organisatorischen Fragestellungen entlastet werden zugunsten der religionspädagogischen Arbeit. Das sehen wohl auch die Mitarbeiter so, denn auf einer jetzt einberufenen Mitgliederversammlung entschieden sie sich mit großer Mehrheit für eine eigene Dienststelle und damit auch für eine eigene Mitarbeitervertretung. Weitere elf Gemeinden haben die Möglichkeit, sich anzuschließen.

Bild: Die Geschäftsführung der neuen Kindergartengemeinschaft: Diplompädagogin Andrea Doehring und Pfarrer Michael Dahme.

Text und Bild © Ingrid Piela (ip)