Qualitätssiegel für Klinik Volmarstein

Für ihre Präventionsmaßnahmen gegen Infektionen im Krankenhaus ist die Orthopädische Klinik Volmarstein bereits vor zwei Jahren mit dem MRSA-Qualitätssiegel des MRE Netzwerkes Nordwest ausgezeichnet worden. Nach erneuter Prüfung wurde dieses Qualitätssiegel nun bis 2018 verlängert.

„Wir wollen unsere Patienten bestmöglich vor Krankheitserregern schützen“, erklärt Rüdiger Tscheuschner, Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Hygiene und Infektionsprävention in der Evangelischen Stiftung Volmarstein. „Die Auszeichnung mit dem MRSA-Qualitätssiegel ist ein wichtiger Baustein unseres Hygienekonzeptes.“ Ziel ist es, Infektionen während des Klinikaufenthaltes zu verhindern.

Für die Fortführung des Siegels wurden die Anforderungen durch die verschieden Prüfstellen nochmals erweitert. Neben Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von MRSA Infektionen, geht es inzwischen zusätzlich um die Identifizierung und Behandlung von Multiresistente gramnegative Stäbchenbakterien (MRGN).

Um das Qualitätssiegel zu erhalten, musste die Fachklinik in Volmarstein acht Qualitätsziele erreichen. Dazu gehören u.a. die Schulungen von Mitarbeitern verschiedener Berufsgruppen im Bereich der erforderlichen Hygienemaßnahmen, Erkennen von Patienten mit speziellen Risikofaktoren, Standards für die Durchführung von Untersuchungen auf MRSA und MRGN schon vor einer stationären Aufnahme, Austausch mit anderen Experten im Netzwerk. Mitarbeiter des Gesundheitsamts prüften vor Ort, ob die erforderlichen Qualitätsziele erreicht worden sind. Diese Beurteilung wurde dann nochmals beim Landeszentrum Gesundheit (LZG) und abschließend bei EU-Prüfstelle geprüft. „Die erforderlichen Standards sind sehr hoch“, erklärt Helge Bast. Der Chefarzt ist Vorsitzender der Hygienekommission der Klinik. „In der Orthopädischen Klinik Volmarstein werden die geforderten Standards ohne Einschränkungen umgesetzt“. Über die Anforderungen hinaus wird jeder Patient zur Aufnahme mit einem Abstrich auf MRSA untersucht (sog. Screening).