Patientenforum zum Herzinfarkt

„Herzinfarkt – worauf muss der Patient achten und was macht der Arzt?“, so lautet das Thema beim nächsten Patientenforum im Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe, Brusebrinkstraße 20.Am kommenden Dienstag, 16. Februar, um 18 Uhr erläutert Dr. Kaffer Kara das Thema und beantwortet die Fragen der Gäste. Der Vortrag ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten: Sekretariat Tel. 02331 – 476 24 51.

Chefarzt Dr. Kara und sein Team von Linksherz-Katheter-Messplatz. Foto: rpivat

Dr. Kara ist seit kurzem Chefarzt am Mops. Er leitet die neue Abteilung Kardiologie und Internistische Intensivmedizin in Haspe.

„Bei akuten, anhaltenden Brustschmerzen gibt es nur einen Weg: rufen Sie den Notarzt“, so Dr. Kara. Auf keinen Fall sollte man bis zum nächsten Morgen warten und auch nicht selbst ins Auto steigen oder den Partner bitten, zu fahren, betont der neue Chefarzt. Jeder Mensch nimmt den Schmerz bei einem Herzinfarkt unterschiedlich wahr. „Frauen haben z.B. eher Schmerzen im Bereich der Schulter oder des Magens“, so der Kardiologe. In seinem Vortrag erläutert der Chefarzt, auf welche Symptome und Warnzeichen man genau achten muss.

Je früher ein Patient mit Herzinfarkt ins Krankenhaus kommt, desto besser. „Verstopfte Blutgefäße können wir durch einen Herzkatheter öffnen und damit die Durchblutung wieder herstellen“, so Dr. Kara. Wie das genau geht und was das für den Patienten bedeutet, erklärt der Facharzt in seinem Vortrag.

Das Krankenhaus in Haspe verfügt seit einigen Wochen über einen Linksherz-Katheter-Messplatz. So können alle kardiologischen Notfälle rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr diagnostiziert und behandelt werden. Chefarzt Dr. Kara bringt viel Erfahrung aus Klinik und Forschung mit. Zuletzt arbeitete er im St. Josef-Hospital (Uniklinik) in Bochum als Oberarzt der Klinik für Kardiologie. Die Uniklinik in Essen sowie das Augusta-Krankenhaus in Bochum waren weitere Stationen auf seinem Berufsweg. „Herzerkrankungen sind nach der Geburt deutschlandweit der häufigste Grund für eine stationäre Aufnahme und sind weltweit die häufigste Todesursache“, so der neue Chefarzt. „Kardiologische Notfälle müssen nun nicht mehr mit unnötiger Zeitverzögerung verlegt werden. Wir können direkt bei uns am Mops alle üblichen Eingriffe am Herz durchführen. Und das täglich 24 Stunden.“