Kinder pflanzen Lutherrose vor der Kirche

Sommerferien. Draußen scheint die Sonne. Freibadwetter. Nichts los in der Kirche? Ganz im Gegenteil! In der Paul-Gerhardt-Gemeinde in Boelerheide tummeln sich die Kinder. Über 100, davon 45 Grundschüler, singen fröhlich den Flohtango – ein täglicher Teil der Kinderbibelwoche, die in diesem Jahr unter dem Motto „Habe Mut! … auf den Spuren Martin Luthers" stattfindet.

Fast fertig! Die Materialkosten für die Lutherrose aus Blumen und Steinen hat der Förderverein des Kindergartens übernommen. Fotos: Kristina Hußmann

„In diesem Jahr geht es vor allen Dingen darum, den Kindern über Martin Luther, sein Wirken und seine Ideen zu erzählen“, erklärt Pfarrer Thorsten Maruschke. Für ihn ist es die erste Kinderbibelwoche überhaupt. Und er ist begeistert: „Es ist einfach toll, mit welche Begeisterung alle dabei sind“, so der Theologe.

Bibelwoche – das klingt vielleicht theoretisch oder textlastig. Doch das Gegenteil  ist der Fall. Das Thema wird auf ganz unterschiedliche Weisen für die Lebenswelt der Kinder begreifbar gemacht.

In der Paul-Gerhardt-Kirche ist in den Sommerferien richtig was los. An der Kinderbibelwoche, die sich in diesem Jahr mit Martin Luther berschäftigt, nehmen über 100 Kinder teil.

„In sieben verschiedenen Gruppen wird richtig praktisch gearbeitet“, so die Leiterin des Kindergartens Susanne vom Ort, die den Ablauf der Woche gemeinsam mit ihrem Team organisiert. Und so wird gebastelt, gesungen, gelesen und in diesem Jahr sogar gepflanzt.

Direkt neben dem Eingang der Kirche entsteht eine große Lutherrose  aus bunten Blumen und Steinen. „Der Förderverein hat uns die Mittel dafür zur Verfügung gestellt“, freut sich Susanne vom Ort über dieses Engagement. „Generell ist es toll, dass wir so viel Unterstützung erfahren. Nur deshalb können wir die Kinderbibelwoche in dieser Größenordnung durchführen.“

Beim Thema "Martin Luther" darf die große Playmobilfigur, die im Jahr des Reformationsjubiläums durch den Ev. Kirchenkreis Hagen wandert, natürlich nicht fehlen.

Unterstützt wird das Team übrigens auch von ehemaligen Teilnehmern. Denn: „Nach der vierten Klasse  ist Schluss“, sagt Pfarrer Maruschke. „Wer dennoch dabei bleiben möchte, kann aber gerne Teamer werden.“ Und dazu haben sich auch in diesem Jahr etliche Fünftklässler entschlossen. Auch an diesem schönen Sommertag verzichten sie gerne auf das Freibadvergnügen und tauschen Badesachen gegen Bastelsets und Bibeltexte. Wenn das kein tolles Beispiel für lebendige Kirche ist …