Gottesdienst für die Unbedachten

17. März 2016

Der erste ökumenische „Gottesdienst für die Unbedachten“ in diesem Jahr findet am Donnerstag, 17. März, um 17 Uhr in der Hagener Johanniskirche statt.

In dem Gottesdienst für die Unbedachten wird für alle Verstorbenen eine Kerze angezündet. Foto: Nicole Schneidmüller-Gaiser

Die Initiatoren, Elke Schwerdtfeger und Jürgen Krullmann vom Evangelischen Kirchenkreis Hagen, Pfarrer Jürgen Schmitt vom katholischen Dekanat Hagen und die Stadt Hagen laden ein, all jener Menschen zu gedenken, die ohne Trauerfeier durch das Ordnungsamt bestattet worden sind.

„In Hagen werden jedes Jahr mehr als 100 Menschen auf diese Weise beigesetzt“, sagt Pfarrerin Elke Schwerdtfeger. „Wir möchten das Augenmerk darauf richten, dass Menschen anonym beerdigt werden, ohne dass jemand sie begleitet. Sie haben keine Angehörigen mehr, oder Angehörige konnten nicht gefunden werden.“

Während des Gottesdienstes werden die Namen der Verstorbenen verlesen – für jede und jeden wird eine Kerze angezündet. Im Vorfeld werden die Namen außerdem in einer Traueranzeige in der Tageszeitung veröffentlicht.

„Die Verstorbenen haben nicht anonym gelebt; sie hatten Nachbarn, Kolleginnen und Bekannte. Und so biete der Gottesdienst auch jenen, die die Verstorbenen gekannt haben, eine Gelegenheit zum Abschied nehmen und zur letzten Begleitung“, so Elke Schwerdtfeger.