Damit das Herz wieder im Takt schlägt

Das Evangelische Krankenhaus Hagen-Haspe verfügt seit 1. Februar über eine neue kardiologische Spezialabteilung für Patienten mit Herzrhythmusstörungen: Es ist die „Sektion Elektrophysiologie“.

Chefarzt Dr. med. Kaffer Kara und Dr. med. Erol Saygili im Herzkatheterlabor am Mops.

Dafür holte das Krankenhaus am Mops einen weiteren Experten ans Haus und investierte in eine Elektrophysiologie-Anlage der neuesten Generation, die nur dreimal in Deutschland zur Verfügung steht. Leiter der Sektion Elektrophysiologie ist Priv.-Doz. Dr. med. Erol Saygili.

„Als ausgewiesener Spezialist bringt Dr. Saygili eine langjährige Erfahrung im Bereich der Behandlung von Herzrhythmusstörungen mit. Er wird unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. med. Kaffer Kara, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin, das Leistungsangebot für Herzpatienten ausbauen“, sagt Frank Bessler, Medizinischer Geschäftsführer des Hasper Krankenhauses.

Das Hasper Krankenhaus besitzt nun eines der modernsten 3-D-Mappingverfahren (sog. Rhythmia HDx, Boston Scientific). „Wir können jetzt in einem Schritt eine ‚3D-Landkarte‘ des Herzens aufnehmen und zeitgleich Narbengewebe besser darstellen“, berichtet Dr. Saygili. „Mit Hilfe der neuen Technik navigieren wir millimetergenau durch die Herzhöhlen, um den Ursprung von Herzrhythmusstörungen aufzusuchen und durch Verödung (Ablation) zu behandeln. Dabei wird die Strahlenbelastung für Patient und Untersucher auf ein Minimum reduziert.“ Vor seinem Wechsel war Dr. Saygili leitender Oberarzt der Klinik für Elektrophysiologie der Helios St. Marienberg Klinik in Helmstedt. Mit seiner Unterstützung etablierte sich die Klinik innerhalb kürzester Zeit zu einem Zentrum für Herzrhythmusstörungen und Schrittmachertherapie.

In der Elektrophysiologie werden Herzrhythmusstörungen, wie z. B. ein zu schneller und unregelmäßiger Herzschlag, wie sie im Rahmen des Vorhofflimmerns auftreten, durch die sog. Katheter-Ablation behandelt. Dabei werden die Stellen im Herzen, die die Rhythmusstörung aufrechterhalten, mit Hochfrequenzenergie oder mit Kälteenergie dauerhaft verödet. „Sehr häufig ist mit dem Eingriff eine Heilung der Rhythmusstörung möglich, sodass die Patienten anschließend nicht mehr auf Medikamente angewiesen sind“, erklärt Dr. Saygili.