Besondere Engel in der Dahler Dorfkirche

Von ganz besonderen Engeln werden die Besucherinnen und Besucher der Dahler Dorfkirche in den kommenden Wochen begleitet. Die Hagener Holzbildhauerin Waldtraud Schroll wird ihre Kunstwerke bis zum 13. Januar des nächsten Jahres dort präsentieren.

Die Hagener Holzbildhauerin Waldtraud Schroll wird ihre Engel bis zum 13. Januar des nächsten Jahres in der Dahler Dorfkirche präsentieren.

Betrachtet werden können die hölzernen Himmelsboten 30 Minuten vor allen Gottesdiensten sowie am Freitag, 1. Dezember (18 bis 20 Uhr), Samstag, 2. Dezember, 15 bis 18 Uhr und am Sonntag, 3. Dezember (12 bis 14 Uhr) oder nach telefonischer Vereinbarung (Waltraud Schroll, 02337.8446 und Edelgard Hunsmann, 02337.2215).

Waldtraud Schroll ist mit ihren Arbeiten schon seit über 25 Jahren in der südwestfälischen Kunstszene bekannt. Heimische, unbehandelte Hölzer sind das Ausgangsmaterial ihrer Werke. So hat die Natur das Thema der kommenden Ausstellung quasi vorgegeben: „Vor zehn Jahren bekam ich von Freunden einen Ahornstamm geschenkt“, erinnert sich die Künstlerin. Als sie sich das Holz genauer angesehen habe, habe sie zwei Flügel erkannt. „Es konnte also nur ein Engel werden - bis heute ist es einer meiner Schönsten.“ Seitdem prüfe sie jedes Holzstück auf sein Engelpotenzial. In der Dahler Dorfkirche werden Exponate aus verschiedenen Hölzern zu sehen sein: Eiche, Pflaume, Buche, Birke, Walnuss und Birne.

Bei ihrer Arbeit geht es Waltraud Schroll immer um die kreative Auseinandersetzung mit der Natur, und die „Übersetzung des Natürlichen in die Ästhetik des Kunstvollen.“ Dabei kommt die Kettensäge ebenso zum Einsatz wie filigrane Werkzeuge.

Wer die Exponate der Künstlerin noch nicht kennt, den mag eine Einschätzung des Kulturjournalisten Andreas Thiemann auf sich wirken lassen: „Mag der Wandlungsprozess vom Ausgangsstück zum Kunstobjekt auch noch so kraftvoll und entschlossen erfolgen, so präsentiert sich das Kunstwerk schließlich in seiner Vollendung stets als eine äußerst behutsame Natur-Annäherung. Dass hier neben der reinen Formensprache auch eine religiöse Motivik immer wieder zum Tragen kommt, kann nicht überraschen, sondern folgt quasi einem ganzheitlichen, allumfassenden Schöpfungsbegriff, der das Künstlerische und das Kunstvolle in ein noch Größeres und Erhabenes einbindet.“

Weitere Informationen über Waldtraud Schroll und ihre Kunstwerke gibt es auf der Internetseite http://www.holzskulptur.net.